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  1. #1
    Junior Mitglied
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    Vor- und Nachteile von Comics

    Hi Leute,

    ich mache gerade eine Ausbildung zum Erzieher und ich muss im Rahmen eines Vortrags etwas über die Vor- und Nachteile von Comics vorstellen. In meiner Kindheit und Teenagerzeit habe ich sehr viel Comics gelesen. Angefangen von den Walt Disney Sachen bis hin zu den DC Comics. Vor allem LOBO hat mich damals sehr interessiert. Habe auch einige Mangas wie Dragonball gelesen. Ich habe mir schon ein paar Sachen überlegt, z.B.:
    - man kann sich mit dem Protagonisten identifizieren (Loser, Außenseiter, etc.)
    - man kann in eine Fantasiewelt abtauchen
    - schwierige Themen können thematisiert werden (Mobbing, Alkoholismus usw.)
    - geschichtliche Themen werden thematisiert (altes Rom z.B.)
    - Comics sind meistens einfach zum lesen, vor allem, die für Kinder
    - Comics machen Spaß
    - im Gegensatz zu Büchern benötigt man keine Fantasie, da über die Bilder alles visualisiert wird
    - viele Comics sind gewaltverherrlichend und haben wenig Bezug zur Realität
    - Comics sind sprachlich sehr einfach gehalten

    Das sind jetzt ein paar Dinge, die mir eingefallen sind. Es wäre echt super von euch, wenn ihr mich unterstützen könntet.
    Danke schon einmal im vorraus.

  2. #2
    Hallo redwing,

    Comics sind eine Kunstform, man könnte auch sagen: ein Medium. Das heißt, es gibt eine riesige Bandbreite guter, weniger guter und schlechter Hervorbringungen. Das solltest Du Dir als erstes bewußt machen. Damit ist es schwierig, von Vor- und Nachteilen zu sprechen; das geht eigentlich nur in Bezug auf einzelne Comics, nicht auf das Ganze. Würde man von Vor- und Nachteilen bildender Kunst sprechen? Etwa: "Nachteil von Ölgemälden ist, daß da Nackte drauf zu sehen sind"? Sowas ist Unsinn.

    Ich würde empfehlen, etwas über die Rezeption zu schreiben. Also daß Comichefte in der Nachkriegszeit bis etwa in die 1980er Jahre hinein einen großen Stellenwert für Kinder hatten und teils auch hohe Auflagen und daß sie heute vielleicht wiederentdeckt werden müßten, weil die vorherrschenden Medien inzwischen digital sind. So kann man das meiner Meinung nach auch verallgemeinern - sonst verfängst Du Dich nur in einem Wust von Vorurteilen (siehe: Comics führen in eine Fantasiewelt; Comics sind gewalttätig; Comics verwenden eine einfache Sprache).

  3. #3
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    Wenn man Comics als Medium begreift, erkennt man, dass (fast) alle aufgeführten Punkte auch auf andere Medien übertragbar sind wie Bücher oder Filme. Ich gehe sogar noch weiter und unterscheide Medien in literarisch und nicht-literarisch. Da sind z.B. Sachbücher und epische Werke, im Film Dokumentationen und Spielfilme. Bei den Comics kennen wir überwiegend literarische Comics, Sachcomics sind da in der Unterzahl. Peter hat es schon geschrieben, mit den Punkten zeigt man schnell (seine eigenen?) Vorurteile auf, die ratzfatz widerlegt werden können. Zu jedem Punkt fällt mir sofort ein Gegenbeispiel ein, und ersetzt du "Comics" durch ein anderes Medium, wirst du den fehlerhaften Ansatz schnell erkennen. "Filme sind meistens einfach zum angucken, vor allem, die für Kinder." Ist das ein Nachteil des Mediums Film? Nein.

    Die angeblichen Nachteile werden zumeist von Menschen vorgebracht, die nie oder nur unzureichend gelernt haben, ein Medium zu "lesen". Wer nie gelernt hat, ein Buch zu lesen, der wird auch ein Kinderbuch schwierig finden, da dort so viele Buchstaben vorkommen. Setz einen Erwachsenen, der noch nie einen Film gesehen hat, vor einen Kinderfilm und er wird daran verzweifeln. Auch Comiclesen will gelernt sein, lies dazu mal "Comics richtig lesen" von Scott McLoud. Wer nie gelernt hat, die Lücken zwischen den Bildern zu füllen, für den sind es nur "bunte Hefte".

    Ein anderer Ansatz für den Vortrag könnte sein, anhand eines konkreten Themas den Einsatz unterschiedlicher Medien abzuschätzen. Wie vermittel ich Kindern im Kindergarten, sich die Hände zu waschen? Mit einer Geschichte, einem Film oder einem Comic? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Oder wie können Comics sinnvoll im Schulunterricht eingesetzt werden? Stichworte können "historische Comics" oder "Spracherwerb" sein.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Also zum Lehren von Händewaschen kann man zwar Bildtafeln durchaus verwenden, aber zu glauben, jedes Piktogramm mit Figuren darstellung sei bereits ein Comic halte ich dann doch für einen Denkfehler. Außerdem wird viel zu oft der funktionale Aspekt betrachtet. Natürlich kann Wissen mit comichaften Mitteln vermittelt werden, so wie es auch Lehrfilme gibt. Aber die Gattung Comic wird damit nicht erfasst.

    Zum Thema Identifikation nur so viel: Comic kann ebenso viel Identifikation erzeugen wie ein Prosatext, eher aber vielleicht weniger. Kommt aber darauf an, wie viel Wert ein Autor darauf legt.
    Comics sind einfach zu lesen? ÜBerhaupt nicht. Sie gehen höchstens schneller zu lesen.
    Eiigentlich finde ich Redwings Auflistung eher etwas platt: Comics machen Spaß? Nicht unbedingt, denn während mich eine Illustrierte Klassiker Version von den 50ern über ihre ganze Länge hinweg quält, verschafft mir der zugehörige Roman vielleicht wochenlang Vergnügen. Aber für eher schlichte Menschen, die nicht in der Lage sind, sich länger zu konzentrieren ist es viellecht die einzige Möglichkeit überhaupt zu lesen. Aber Comics sind ja mehr als zack, bumm, boing - oder?

    Lobo war in seinen besten Phasen übrigens genau das, was einguter Comic sein kann, denn sowas wie Lobo ist in anderen Darstellungsweisen einfach nicht möglich. Spielfilm versucht's ja gelegentlich, aber das Crossover von cartoonig mit gleichzeitig realistischen Figuren, das kann nur Comic. Ich frag mich oft selbst, was an Comics denn so toll ist und kann's bis heute nicht richtig erklären. Wahrscheinlich ist es die Reduktion. Die schnelle Konsumierbarkeit dank idealer Text-Bild-Synthese. Aber jeder Comic ist anders und richtig gut wird's dann, wenn Comic mit seinen Möglichkeiten spielt. Die vielen Variations- und Stilmöglichkeiten, das ist die Stärke von Comic. Dagegen kann Film nicht ankommen, denn der ist immer ans gleiche Format gebunden, ist zeitabhängig und kann nicht man eben schnell an beleibiger Stelle aufgeschlagen werden.
    Geändert von Manx cat (05.01.2017 um 18:41 Uhr)

  5. #5
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    Danke für eure Antworten.
    Das Thema ist leider genau so vorgegeben: "Comics: Vor- und Nachteile". Davor halten noch zwei Mitschüler über Arten usw.
    Ich kann eure Punkte nachvollziehen. Ein Comic ist ein Medium. Jedes Medium hat aber seine Vor- und Nachteile. Wir haben uns in der Schule schon mit Bilderbüchern, TV, Märchen, Internet usw. befasst. Es geht bei uns halt vor allem auch um den pädagogischen Aspekt. Und im Gegensatz zu einem Buch ist der Comic nun mal sehr textarm und fördert nicht gerade das Erweitern des Wortschatzes oder der Grammatik wie es z.B. ein Buch macht. Natürlich gibt es gute und schlechte Medien, aber ich möchte nur rein objektiv auf diese Thematik eingehen.

  6. #6
    Zitat Zitat von redwing29 Beitrag anzeigen
    Und im Gegensatz zu einem Buch ist der Comic nun mal sehr textarm und fördert nicht gerade das Erweitern des Wortschatzes oder der Grammatik wie es z.B. ein Buch macht.
    Das ist eine Meinung, die aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt. Und sie hat heute kaum noch Verfechter. Art Spiegelman hat mit seinem Comic "Maus" den Pulitzerpreis gewonnen - das wäre wohl kaum möglich gewesen, wenn er eine primitive Sprache hätte.

    Meine Erfahrung in Kindergärten und Schulen ist, daß Pädagogen heute froh sind, wenn Kinder Comics lesen.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Zitat Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
    Das ist eine Meinung, die aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt. Und sie hat heute kaum noch Verfechter. Art Spiegelman hat mit seinem Comic "Maus" den Pulitzerpreis gewonnen - das wäre wohl kaum möglich gewesen, wenn er eine primitive Sprache hätte.

    Meine Erfahrung in Kindergärten und Schulen ist, daß Pädagogen heute froh sind, wenn Kinder Comics lesen.
    Textarm bedeutet nich primitiv. Es ist eine quantitative Einstufung. Eine Kurzgeschichte ist ja auch nicht per se dümmer als ein Roman weil sie weniger Wörter enthält.

    Zur Frage:
    Ein Vorteil von Comics ist das Maß an Konzentration, das man aufbringen muss um die Wort-Bild-Verknüpfung in Einklang zu bringen, was dem Hirn einiges abverlangt. Für weiterreichende Informationen ist im Netz bestimmt einiges zu finden...

  8. #8
    Was führen wir dann als Nachteil von Comics auf?

    Vielleicht: Es blinkt nichts, es bewegt sich nichts, Drüberwischen bringt nichts...

  9. #9
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Bei E-Comics schon

  10. #10
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von redwing29 Beitrag anzeigen
    Und im Gegensatz zu einem Buch ist der Comic nun mal sehr textarm und fördert nicht gerade das Erweitern des Wortschatzes oder der Grammatik wie es z.B. ein Buch macht.
    Ich habe anhand von Comics das Lesen gelernt, also bevor ich ins erste Schuljahr kam (im Kindergarten war ich nicht). Eine "Bleiwüste" hätte mir da wohl nicht viel geholfen.

    Zur "Gewalt"-Thematik: Damals las ich insbesondere Zack, mit für einen Fünfjährigen relativ "harten" Abenteuercomics wie "Andy Morgan", "Leutnant Blueberry", "Comanche" oder "Mick Tangy". Nichts davon hat mich in irgendeiner Form verstört, ganz im Gegensatz zu (aus späterer Sicht) total harmlosen TV-Erlebnissen; eine Folge von "Raumschiff Enterprise" habe ich damals noch vor dem Vorspann* heulend abgeschaltet.
    Ich vermute, das liegt daran, dass Film/TV durch seine Imitation von Realität/Authentizität weitaus suggestiver auf Kinder wirkt als Comics, die eben von Natur aus abstrakter und buchstäblich zeichenhafter sind. Und ja, man kann zurückblättern, was den suggestiven Sog automatisch einschränkt.

    *d.h. nach der Pre-Title-Sequenz; das war zu allem Überfluss die Episode "Das Spukschloss im Weltraum", also die lächerlichste Folge der ganzen Serie, im Grunde eine Comedy-Folge
    Geändert von franque (06.01.2017 um 01:10 Uhr)

  11. #11
    Mitglied Avatar von franque
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    Noch was zur Pädagogik: Wenn man als Kind (den frühen) "Spider-Man" las, war man vermutlich für alle Zeiten gegen Boulevardjournalismus geimpft (Stichwort:J.J. Jameson). Ein begrüßenswerter Erziehungseffekt, wie ich finde.

  12. #12
    Eine Einstufung á la "Comic - Vor- und Nachteile" ist ja per se schon zum Scheitern verurteilt. Denn das Medium Comic ist ebenso vielfältig, in verschiedene Genres, Qualitäten, Zielgruppen und inhaltliche Ansätze aufgeteilt, wie jedes andere Medium auch. Eine grobe Rasterung unter den vom TE genannten Punkten könnte man für EINEN bestimmten Comic vornehmen, nicht jedoch für das Genre. Das wäre dann eine Manifestierung von Vorurteilen als vermeintliche objektive Kategoriesierung. Also wissenschaftlich und methodisch gesehen unsinnig.
    Oder in einfachen Worten: Eine solche Kategoriesierung wäre, als würe man das Werk Goethes aufgrund eines Buches von Konsalik bewerten und dieses dann als Werturteil für das gesammte Genre annehmen.

  13. #13
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von redwing29 Beitrag anzeigen
    Ich habe mir schon ein paar Sachen überlegt, z.B.:

    - man kann sich mit dem Protagonisten identifizieren (Loser, Außenseiter, etc.)
    Hat nichts mit der Kunstform Comic zu tun.

    - man kann in eine Fantasiewelt abtauchen
    Hat nichts mit der Kunstform Comic zu tun.

    - schwierige Themen können thematisiert werden (Mobbing, Alkoholismus usw.)
    Genau wie in anderen Medien. Und war durch den Comic Code bzw. den "Code Moral Europress Junior" zeitweise sehr erschwert.

    - geschichtliche Themen werden thematisiert (altes Rom z.B.)
    Betrifft den Inhalt, nicht die Form.

    - Comics sind meistens einfach zum lesen, vor allem, die für Kinder
    Nur Comics für Kinder. Allerdings sind Kinder in der Lage, sich das Comiclesen selber beizubringen (und dabei manchmal auch das Lesen überhaupt). Erwachsene tun sich schwer damit.

    - Comics machen Spaß
    Nicht immer und nicht jedem. Nur relativ wenige Comics für Erwachsene sind lustig.

    - im Gegensatz zu Büchern benötigt man keine Fantasie, da über die Bilder alles visualisiert wird.
    Dafür braucht man Fantasie, um all das, was nicht in Begleittexten erklärt wird, selber zu entschlüsseln.

    - viele Comics sind gewaltverherrlichend und haben wenig Bezug zur Realität
    Selbst wenn wir uns mal den Spaß machen und statt auf die Form auf den Inhalt eingehen: Quatsch.

    - Comics sind sprachlich sehr einfach gehalten.
    Comics müssen überhaupt keine Sprache enthalten. Oder können hochliterarisch sein. Manche sind gereimt (da geht dann die Qualität, wenn sie denn enthalten war, bei der Übersetzung in der Regel flöten).
    Wenn es dir aber um eine gute Note von ahnungslosen Lehrkräften und nicht um die Whrheit geht, kannst du das gerne vortragen.

    Und um mal aufs eigentliche Thema Comic zu kommen: Comics können manche Dinge besser darstellen als andere Medien/Kunstformen, manche schlechter. Und Comics können fast alles, was andere Medien/Kunstformen können, sind dann aber irgendwann keine Comics mehr (z.B. wenn die Textmenge die Bildmenge deutlich übersteigt oder die Bilder sich bewegen).
    Geändert von Mick Baxter (06.01.2017 um 05:21 Uhr)
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  14. #14
    Moderator Anime- und Mangaforum Avatar von Alita
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    Fuer mich gibt es zwei Nachteile von Comics:
    - Comics werden als Medium nicht ernst genommen ("Kinderkram")
    - Daraus resultiert eine Leseschwaeche fuer Comics (Reihenfolge des Geschehens und der Sprache bzw. Uebersetzen der Symbolik)

  15. #15
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    Zitat Zitat von redwing29 Beitrag anzeigen
    Das Thema ist leider genau so vorgegeben: "Comics: Vor- und Nachteile". [...] Jedes Medium hat aber seine Vor- und Nachteile. [...] Es geht bei uns halt vor allem auch um den pädagogischen Aspekt. Und im Gegensatz zu einem Buch ist der Comic nun mal sehr textarm und fördert nicht gerade das Erweitern des Wortschatzes oder der Grammatik wie es z.B. ein Buch macht. Natürlich gibt es gute und schlechte Medien.
    Was mir hier fehlt: Vor- und Nachteile in Bezug auf was? Um es zu verdeutlichen: Autos: Vor- und Nachteile. Mit einem Auto kann ich nicht zum Mond fliegen. Wenn es aber darum geht, wie komme ich im Urlaub nach Italien, ist das Argument "Mond" völlig fehl am Platz. Bei dem pädagogischen Aspekt fehlt mir dann auch der Blick auf die Zielgruppe. Natürlich fördern gute Texte in Comics die Erweiterung des Wortschatzes. Aber was bringt die Verwendung eines Comics in einer Gruppe, die absolut nicht comicaffin ist? Das gilt dann aber auch für jedes andere Medium.

    Daher wäre mein Ansatz zu hinterfragen, wann ist der Einsatz welchen Mediums sinnvoll und wie sollte das jeweilige Medium eingesetzt werden. Oder du setzt hinter das Thema ein Fragezeichen: "Comics: Vor- und Nachteile? Eine Anschauung der potentiellen Einsatzmöglichkeiten anhand ausgewählter Beispiele." und zeigst auf, was Comic inhaltlich und formal kann. Und wenn das Fazit ist, dass Comic keine Nachteile hat, dann ist das eben so. Wie viel Zeit hast du für deinen Vortrag? Und kannst du Bildbeispiele zeigen? Mick hat dir deine Argumente widerlegt, nimm das auf und zeige in deinem Vortrag, dass die angenommenen Nachteile nur in den Köpfen existieren.

    Und was sind "schlechte" Medien? Kann ein Medium per se schlecht sein?
    Geändert von uwe (06.01.2017 um 12:41 Uhr)

  16. #16
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Hier geht es ja dem Anschein nach vorwiegend um "Kindercomics" und seien wir da mal ehrlich: dkd bteite Masse an heute erhältlichen Kindercomics sind schlichtweg genau das, was der alteingesessene Ruf von Comics in Deutschland nunmal ist: "Schund". Natürlich gibt es zahlreiche Beispiele die das Gegenteil beweisen, die findet man in den seltensten Fällen aber im Supermarkt oder Buchhandel. Und genau hier sehe ich den großen Nachteil der Comics: gutes ist nur gezielt erhältlich, schlechtes findet man überall, schön beworben mit allerlei Plastikschrott.

  17. #17
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    Zitat Zitat von PhoneBone Beitrag anzeigen
    Und genau hier sehe ich den großen Nachteil der Comics: gutes ist nur gezielt erhältlich, schlechtes findet man überall, schön beworben mit allerlei Plastikschrott.
    Das ist aber kein Nachteil der Comics, sondern des Marktes. Und worum es hier genau geht, wissen wir nicht. Soll z.B. den Erziehern der aktuelle Markt erklärt werden, oder ein Überblick gezeigt werden, wie Comics funktionieren und was sie leisten können, oder wie sie im erzieherischen Alltag verwendet werden können? Oder, oder, oder...

  18. #18
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Wenn ich als Erzieher arbeite, dann wohl eher letzteres.

  19. #19
    Hoffentlich schaut redwing hier überhaupt nochmal rein.

  20. #20
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    Nachteile: Comics sind kein Massenmedium mehr. Überall verfügbar sind nur "Lustige Taschenbücher" und einige amerikanische Hefte. Für den wirklich "guten Stoff" braucht man eine große Stadt mit Comicladen oder eine gutsortierte Bahnhofsbuchhandlung. Für Bestellungen im Internet braucht man ein Mindestalter.
    Geändert von h lee (06.01.2017 um 23:28 Uhr)

  21. #21
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    Vorteile: wie bei jedem anderen Medium auch. Es gibt immer wieder Werke, die persönlich berühren oder weiterbilden.
    Vorteil gegenüber anderen Medien: Bilder kucken kann jeder (auch wenn man das Comic-Lesen erst lernen muss), das ist ein guter Einstieg in das Medium. Kann, wie in den anderen Posts erwähnt, durchaus das Lesen-Lernen unterstützen.
    Bilder bewegen sich nicht, so das jeder Leser sein eigenes Tempo entwickeln kann.
    Und zur Fantasie: eine Menge spielt sich im Raum zwischen den Panels ab, das muss der Leser selbst ergänzen.

  22. #22
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    Ein Vorteil des Mediums Comic ist sicherlich, dass der Rezipient hier die Rezeptionsgeschwindigkeit selbst bestimmen kann. Bei Literatur muss man dem Fluss der Worte folgen, beim Film sind schon aus physikalischen Gegebenheiten die Bilder immer in Bewegung - beim Comic kann man über jedem Einzelbild solange verharren, wie man möchte.
    Von Kosmonauten und Weltraumgärtnern - botanischer SciFi-Horror im November bei "Welten des Schreckens"!

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  23. #23
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    Zitat Zitat von h lee Beitrag anzeigen
    Nachteile: Comics sind kein Massenmedium mehr. Überall verfügbar sind nur "Lustige Taschenbücher" und einige amerikanische Hefte.
    Neben den LTB sind v.a. Manga überall verfügbar. Heftchencomics gibt es fast nur noch am Bahnhofskiosk, andere Ami-Comics in Kleinauflage nur noch im Comicshop.
    Von Kosmonauten und Weltraumgärtnern - botanischer SciFi-Horror im November bei "Welten des Schreckens"!

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  24. #24
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    Im erzieherischen Beruf ist doch der Comic zum (richtigen) lesen lernen geeigneter, wie ein Roman für Kinder! Kinder bekommt man doch besser mit bunten Bildern gelockt wie mit einem schnöden Text. Ich kann mich an meine Tobi-Fibel aus der ersten Klasse erinnern. Die Bilder erklären den Text.

    @redwing: schau mal bei reprodukt-Website vorbei. Die verlegen sehr gute Kindercomics, von denen ich demnächst welche für mein zukünftiges Patenkind bestellen werde...

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  25. #25
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    Comics können ganz schön Geld kosten. Wenn ich beispielsweise ein tollen Comanche HC von Splitter erwerbe, dann lese ich ca. 1 Stunde und dann ist das Vergnügen für € 15,80 leider vorerst vorbei.
    Für ein Nachmittag mit Comanche müssten also schon knapp 50 Euro berappt werden. Das kann also schnell teuer werden.

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