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  1. #1

    Wettbewerbsteilnahme - Der totale Reinfall!

    Hallo zusammen

    Erst mal vorweg: Ich nahm bereits in der Vergangenheit gerne an Wettbewerben teil und seit ich wieder regelmäßig zeichne, will ich dies auch wieder tun. Für mich als Künstler sind Wettbewerbe ein Aushängeschild und teilweise auch eine Notwendigkeit für die künstlerische Laufbahn (zumindest in dem Bereich wo ich mich bewege). Zudem lernt man hier neue Leute kennen und knüpft (wichtige) Kontakte.

    Der letzte Wettbewerb liegt jetzt 1-2 Jahre zurück. Dieser war wirklich klasse! Sehr gut und professionell durchorganisiert, tolle Eröffnungsveranstaltung und tolle Präsentation der Werke. Klar, es gab auch den ein oder anderen Kritikpunkt, aber wäre ja zu schön, wenn alles perfekt laufen würde

    Jetzt würde mich mal eure Meinung zu folgenden Fall interessieren:
    Kürzlich nahm ich an einem Wettbewerb vor Ort teil. Seit vier Jahren wird dieser einmal im Jahr durchgeführt, aber ich erfuhr vor drei Monaten zufällig davon. Der Internetauftritt wirkte auf mich recht professionell. Der Ablauf war es aber eher weniger. Schon bei der Übergabe des Exponates hatte ich... Bauchschmerzen. Überlicherweise wird ein Leihvertrag unterschrieben und Versicherungsfragen werden noch geklärt und schriftlich festgehalten. Aber dem war leider nicht so. Ich war leider noch so naiv und habe mich trotzdem darauf eingelassen. Deswegen werde ich mich darüber auch nicht weiter aufregen.

    Aber nun noch zu ein paar Eckdaten: Der Veranstalter ist ein Verein, die Schirmherren sind zwei Oberbürgermeister und dann ist noch ein Sponsor involviert. Es wurden mehrere Kategorien ausgeschrieben, und zwar Kinder, Jugendliche und Erwachsene und dann noch die jeweiligen Kategorien Malen/ Zeichnen, Handwerkskunst und Computergrafik. Zudem wurde noch ein Thema vorgegeben.

    Gestern war schließlich die Eröffnungs- und Prämierungsveranstaltung. Ich wusste zwar grob, dass es diese Woche stattfinden soll aber, dass man mich ganze drei Tage zuvor erst darüber benachrichtigt, fand ich schon sehr kurzfristig.
    Die Veranstaltung selbst war ein... Witz. Ich war auch eine der Wenigen, die ein bereits gerahmtes Bild eingereicht haben (ist eigentlich so üblich). Die anderen Werke wurden hingegen vom Veranstalter eingerahmt, aber eben recht lieblos. Zudem kam ich mir sehr deplatziert vor, weil ich eine der wenigen (von ca. 2-3) erwachsenen Teilnehmern war und auch die einzige Erwachsene in meiner Kategorie, wie ich kurz vor der Prämierung erfuhr. Tja, nun wurden aber kurzfristig die Wettbewerbsbedingungen geändert, weil manche Teilnehmer eben kaum bzw. keine Konkurenz hatten. So wurden die wenigen Erwachsenen in Kinderkategorien gesteckt und dann wurde noch Malen/ Zeichnen und Handwerkskunst gemischt. So war ich dann plötzlich mit den anderen Erwachsenen mit einem Kind in einer Kategorie. Wem wundert es dann, dass man dann dem Kind einen Bonus gibt und es gewinnen lässt. Klar, es wurde damit begründet, dass man sich für das kreativste und aufwendigste entschieden hätte. Gut, Ansichtssache. Fair war das ganze trotzdem nicht.
    Mich ärgert es jedoch mehr, dass man mich nicht vorher informiert hat, dass die Wettbewerbsbedingungen geändert wurden. Hätte ich gewusst, dass das hauptsächlich ein Kinderwettbewerb wird, hätte ich meine Teilnahme zurückgezogen, sonst hätte ich mich nur lächerlich gemacht. Aber das habe ich wahrscheinlich eh schon...

    Mein Mann meint, ich solle mal eine kritische Meinung an den Veranstalter schreiben. Mir juckt es auch in den Fingern, aber ich frage mich, ob ich mir damit einen Gefallen tue. Am Ende wirft es noch ein schlechtes Licht auf mich. Grundsätzlich finde ich ja die Idee des Veranstalters gut, aber gerade, wenn man auch erwachsenen Teilnehmer gewinnen will, sollte schon mehr Professionalität an den Tag gelegt werden. Ansonsten soll man den Wettbewerb zukünftig nur noch für Kinder ausschreiben.

    Mir war das jedefalls eine Lehre und ich kann jedem nur raten, der ebenfalls vor hat an Wettbewerben teilzunehmen, sich vorher gut zu informieren!

  2. #2
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Mir war das jedefalls eine Lehre und ich kann jedem nur raten, der ebenfalls vor hat an Wettbewerben teilzunehmen, sich vorher gut zu informieren!
    Die meissten Wettbewerbe dienen eh nur dazu, billig an viel Material zu kommen, das man dann als Veranstalter des Wettbewerbs frei für alle Ewigkeiten nutzen darf, inklusive der Unterlizensierung. Insofern sollte man die Teilnahmebedingungen sehr genau und im Zweifel übertrieben pingelig durchlesen.

    Inwieweit eine spätere Änderung der Teilnahmebedingungen, denen man ja wenn nicht explizit so doch inzidenter durch seine Teilnahme zugestimmt hatte, rechtlich angreifbar wäre, kommt sehr auf den entsprechenden Text und die Formulierungen im Einzelnen an. Zumeisst wird aber gerade in solchen "AGB" der Rechtsweg ausdrücklich ausgeschlossen.

    Ich habe mir daher schon vor Jahrzehnten abgewöhnt, an irgendwelchen "Wettbewerben", wo man seine kreativen Arbeiten einreicht, teilzunehmen - hierbei gibt es nämlich meisst nur einen Gewinner: Den Veranstalter!
    Geändert von CO-MIChel (14.12.2016 um 16:48 Uhr)

  3. #3
    Zitat Zitat von CO-MIChel Beitrag anzeigen
    Die meissten Wettbewerbe dienen eh nur dazu, billig an viel Material zu kommen, das man dann als Veranstalter des Wettbewerbs frei für alle Ewigkeiten nutzen darf, inklusive der Unterlizensierung. Insofern sollte man die Teilnahmebedingungen sehr genau und im Zweifel übertrieben pingelig durchlesen.
    Bezüglich der Bildrechte wurde nichts vereinbart und dazu stand auch nichts in den Teilnahmebedingungen.
    Es wurde nur vereinbart, dass die Exponate in zwei verschiedenen Räumlichkeiten ausgestellt werden. Sollten die Bilder für andere Zwecke missbraucht werden, werde ich auch dagegen vorgehen. Ich war schon sauer, als mein (ziemlich schlecht abfotografiertes Bild) in einem Adventskalender auf der Facebookseite des Vereins erschien. Da konnte ich mir dann auch nicht mehr ein Kommentar verkneifen. Die Idee ist ja ganz nett, aber man hätte mir mitteilen können, dass das Bild für ein Onlineadventskalender genutzt wird und ich hätte auch nix dagegen gehabt und hätte sogar noch eine vernüftige digitale Bildversion eingereicht. Jetzt im Nachhinein bin ich ganz froh, dass ich das nicht gemacht habe, den eine ordentliche Datei kann man auch besser für andere Zwecke missbrauchen.

    Inwieweit eine spätere Änderung der Teilnahmebedingungen, denen man ja wenn nicht explizit so doch inzidenter durch seine Teilnahme zugestimmt hatte, rechtlich angreifbar wäre, kommt sehr auf den entsprechenden Text und die Formulierungen im Einzelnen an. Zumeisst wird aber gerade in solchen "AGB" der Rechtsweg ausdrücklich ausgeschlossen.
    Also rechtlich angreifen will ich das nicht. Fände ich auch albern. Die Frage ist eher, ob ich nicht mal eine kritische Meinung, in Bezug darauf, was mir am Wettbewerbsvorgehen nicht gefallen hat, schriftlich an den Verein schicke oder ob ich es lieber lassen sollte.

    Ich habe mir daher schon vor Jahrzehnten abgewöhnt, an irgendwelchen "Wettbewerben", wo man seine kreativen Arbeiten einreicht, teilzunehmen - hierbei gibt es nämlich meisst nur einen Gewinner: Den Veranstalter!
    Im Bezug auf die gestrige Veranstaltung mag dies zutreffen Aber sonst gibt es bei einer fairen Vorgehensweise durchaus zwei Gewinner. Ich habe beim letzten Wettbewerb viele Künstler kennnengelernt, die teilweise an bis zu drei-vier Wettbewerben im Jahr teilnehmen - auch international (mir persönlich wäre die Teilnahme an so vielen Wettbewerben zu aufwändig). Die Erfahrungen sind im Großen und Ganzen positiv, allerdings haben einige auch schon viel Lehrgeld bezahlen müssen.

  4. #4
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Bezüglich der Bildrechte wurde nichts vereinbart und dazu stand auch nichts in den Teilnahmebedingungen.
    Es wurde nur vereinbart, dass die Exponate in zwei verschiedenen Räumlichkeiten ausgestellt werden. Sollten die Bilder für andere Zwecke missbraucht werden, werde ich auch dagegen vorgehen. Ich war schon sauer, als mein (ziemlich schlecht abfotografiertes Bild) in einem Adventskalender auf der Facebookseite des Vereins erschien. Da konnte ich mir dann auch nicht mehr ein Kommentar verkneifen. Die Idee ist ja ganz nett...

    Also rechtlich angreifen will ich das nicht. Fände ich auch albern. Die Frage ist eher, ob ich nicht mal eine kritische Meinung, in Bezug darauf, was mir am Wettbewerbsvorgehen nicht gefallen hat, schriftlich an den Verein schicke oder ob ich es lieber lassen sollte.
    Das ist mitnichten eine nette Idee, sondern ein ganz klarer Verstoss gegen das Urheberrecht, wenn, wie Du schreibst, in den Teilnahmebedingungen bezüglich der Bildrechte keinerlei Regelung getroffen worden ist. Die - wenn auch schlechte - fotografische Reproduktion und Veröffentlichung im Internet ist ja bereits eine andere als die vereinbarte Nutzung.

    Also gegen solch eine Art und Weise, mit Teilnehmern eines Kreativwettbewerbs umzugehen, würde ich durchaus rechtlich vorgehen. Wer weiss, was die sonst noch alles mit den eingereichten Beiträgen anstellen... denn wirklichen Respekt vor den Rechten der Teilnehmer scheinen die Veranstalter ja ganz offensichtlich nicht zu haben.

  5. #5
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    Naja das klingt aber auch eher nach eine Spaßveranstaltung als dem Turner-Preis :-)

    Beim Wettbewerb der Hundezüchter würde ich denen jetzt mal weniger Wissen um Ausstellungsorganisation, Rahmungen und Copyrightkenntnisse unterstellen als Zb Hahnemühle, die jedes Jahr Wettbewerbe ausrichten.

    Schreib ne Mail in der du dich aufs Urheberrecht berufst und auf Entfernung, gescheite Darstellung oder Namensnennung bestehst, aber gerade bei Hobbyveranstaltungen, wo die Organisatoren das nebenbei machen und wenig Ahnung vom Copyright haben, kommst du imho da mit ner freundlich bestimmten Mail weiter als mit nem Schrieb vom Anwalt.
    Zumal Kosten und Streitwert wohl nicht in Relation stehen.

  6. #6
    Zitat Zitat von Riana Beitrag anzeigen
    Naja das klingt aber auch eher nach eine Spaßveranstaltung als dem Turner-Preis :-)
    Letzteres habe ich schon von Vornherein nicht erwartet. Dass es eher eine Spaßveranstaltung wird konnte ich aber auch nicht ahnen.
    Beim Wettbewerb der Hundezüchter würde ich denen jetzt mal weniger Wissen um Ausstellungsorganisation, Rahmungen und Copyrightkenntnisse unterstellen als Zb Hahnemühle, die jedes Jahr Wettbewerbe ausrichten.
    Der Verein unterstützt regelmäßig Ausstellungsveranstaltungen, führt regelmäßig Fotowettbewerbe durch und organisiert auch Themenausstellungen für Museen (sogar grenzübergreifend). Da würde es mich schon sehr wundern, wenn sie in der ganzen Zeit noch nie was von Urheberrechten gehört haben geschweige denn, nicht wissen, wie man professionell Wettbewerbe und Ausstellungen durchführt. Daher finde ich deren Vorgehen auch so merkwürdig.
    Schreib ne Mail in der du dich aufs Urheberrecht berufst und auf Entfernung, gescheite Darstellung oder Namensnennung bestehst, aber gerade bei Hobbyveranstaltungen, wo die Organisatoren das nebenbei machen und wenig Ahnung vom Copyright haben, kommst du imho da mit ner freundlich bestimmten Mail weiter als mit nem Schrieb vom Anwalt. Zumal Kosten und Streitwert wohl nicht in Relation stehen.
    Deswegen einen Anwalt zu beauftragen hatte ich eh nicht vor. Aber eine Mail werde ich wohl schreiben. Kann man nur hoffen, dass sie dazu lernen.
    Geändert von Black Sheep (14.12.2016 um 23:16 Uhr)

  7. #7
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Deswegen einen Anwalt zu beauftragen hatte ich eh nicht vor. Aber eine Mail werde ich wohl schreiben. Kann man nur hoffen, dass sie dazu lernen.
    Das von mir angeregte Beschreiten des Rechtsweges aufgrund einer möglichen Urheberrechtsverletzung verlangt nicht zwingend einen Anwalt (solange man nicht bei einer höheren Instanz landet, vor der dann Anwaltszwang herrscht). Das Erstellen einer Rechnung, ein amtlicher Mahnbescheid und selbst eine Klage beim Amtsgericht bedarf absolut keines Anwalts. Allerdings kann nur ein Anwalt eine Kostennote für seine Abmahnung beilegen...

  8. #8
    Die ganze Sache scheint noch eine interessante Wendung zu nehmen. Genaueres weiß ich selbst noch nicht, aber erst einmal soviel: Am Wochenende formulierte ich ein kritisches aber durchaus noch freundliches Schreiben, welches ich heute per Mail an den Verein sendete. Wenige Stunden später meldete sich der Vereinsvortstand telefonisch bei mir. Jedoch nicht wegen dem Schreiben, wie man jetzt vermuten mag, sondern wegen etwas völlig anderem.
    Der Herr sagte mir, dass er schon länger vorhatte mich anzurufen, jedoch keine Zeit oder es schlicht vergessen hatte. Mein Schreiben hat er dann doch mal als Anstoß genommen, sich bei mir zu melden. Aber das Schreiben sei nicht der Grund, worüber er mit mir sprechen möchte. Der Grund sei, dass mein eingereichtes Exponat allen Beteiligten sehr positiv ins Auge fiel und sie möchten mir daher ein Angebot unterbreiten. Was genau, möchten sie mit mir im Januar persönlich besprechen. Er würde sich dann nächstes Jahr melden und mit mir ein Termin vereinbaren. Wenn ich es möchte, kann ich dann mit ihm auch noch einmal über das Schreiben sprechen, aber Vordergründig soll es mehr um die andere Sache gehen.

    Uff... ich war erst mal etwas baff, weil ich DAMIT nun gar nicht rechnete. Jetzt werde ich mir die nächsten Tage den Kopf darüber zermartern, weswegen die mich so auf die Folter spannen

  9. #9
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Jetzt werde ich mir die nächsten Tage den Kopf darüber zermartern, weswegen die mich so auf die Folter spannen
    Wahrscheinlich, weil bis dahin dieser ominöse Adventskalender vom Netz ist und nicht durch Deine Wellen noch die anderen 23, deren Rechte hierdurch verletzt worden sind, darauf aufmerksam werden. Und danach dann Beweiserhebungen schwieriger sind.

    So leicht kann man Dich einwickeln? Aussagekräftige Screenshots hast hoffentlich gemacht...
    Geändert von CO-MIChel (20.12.2016 um 02:29 Uhr)

  10. #10
    Mhm, ist nicht ganz von der Hand zu weisen, was CO-MIChel da schreibt.
    Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.

    Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

  11. #11
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    Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es Ende Dezember ist und vor Mitte Januar eh kein Termin mehr zustande kommt.

  12. #12
    Zitat Zitat von CO-MIChel Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich, weil bis dahin dieser ominöse Adventskalender vom Netz ist und nicht durch Deine Wellen noch die anderen 23, deren Rechte hierdurch verletzt worden sind, darauf aufmerksam werden. Und danach dann Beweiserhebungen schwieriger sind.

    So leicht kann man Dich einwickeln? Aussagekräftige Screenshots hast hoffentlich gemacht...
    Ich möchte darauf hinweisen, dass der Adventskalender oder generell die Bildrechte KEIN Thema in meinem Schreiben waren. Der Verein kann also nichts über meinen Unmut darüber wissen. Dass mit dem Adventskalender hätte ich noch in einem persönlichen Gespräch geklärt (es wäre sonst zu viel Text im Schreiben geworden). In dem Schreiben ging es erst einmal nur um das unprofessionelle Vorgehen beim Wettbewerb und über die geringe Teilnehmerzahl unter den Erwachsenen. Mehr nicht!

    Ich lasse mich nicht einwickeln. Wo liest du das heraus? Man möchte mir im Januar nur ein Angebot unterbreiten und ich werde mir natürlich anhören, was sie zu sagen haben. Je nachdem was sie mir zu sagen haben, werde ich dann in Ruhe entscheiden, ob ich auf das Angebot eingehe oder nicht.


    Noch einmal zu den Bildrechten: Wie bereits geschrieben, möchte ich wegen einem Adventskalender kein großes Fass aufmachen. Ja, ich werde dem Verein noch mitteilen, dass ich mir gewünscht hätte, sie hätten mich vorher darüber informiert und werde ihnen vorschlagen, wie sie zukünftig vorgehen sollten, um eventuellen Ärger zu vermeiden. Mehr sag ich dazu aber nicht.
    Ich muss hier genau überlegen, was und wie ich es kritisiere. Es hat noch einen anderen Grund, warum ich hier so vorsichtig bin und meine Worte mit Bedacht wähle. Der Grund ist, dass die Stadtverwaltung mit in dem Verein involviert ist und ich bin gelernte Verwaltungsangestellte und jetzt nach langer Krankheit wieder auf Arbeitssuche. Mögliche Arbeitgeber gibt es in meiner Region nicht viele und auch generell ist die Lage am Arbeitsmarkt hier sehr angespannt. Örtlich gebunden bin ich auch. Ich möchte mir daher mit meiner Kritik nicht noch ins eigene Knie schießen, indem ich eventuell noch als Querulant dastehe. Bürgerkritik macht gerade in Verwaltungen schnell die Runde.
    Es steht hier für mich womöglich sehr viel auf dem Spiel. Daher muss ich abwägen, was für mich wichtiger ist.
    Geändert von Black Sheep (20.12.2016 um 11:36 Uhr)

  13. #13
    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es Ende Dezember ist und vor Mitte Januar eh kein Termin mehr zustande kommt.
    Genau, mir hat der Vereinsvorstand gesagt, dass er jetzt keine Zeit für ein Gespräch hätte. Daher meldet er sich eben erst im Januar.

  14. #14
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    Wahrscheinlich waren sie von der Qualität deines Wettbewerbbeitrags geflasht und wollen dich fürs nächste Jahr als Mitarbeiter gewinnen!

  15. #15
    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich waren sie von der Qualität deines Wettbewerbbeitrags geflasht und wollen dich fürs nächste Jahr als Mitarbeiter gewinnen!
    Wenn sie mich dafür bezahlen... Aber wenn, dann läuft es wohl eher auf eine freiwillige Mitarbeit hinaus. Vereine haben ja kaum finanzielle Mittel und der Verein besteht hauptsächlich aus freiwilligen Mitarbeitern.

  16. #16
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Ich möchte darauf hinweisen, dass der Adventskalender oder generell die Bildrechte KEIN Thema in meinem Schreiben waren. Der Verein kann also nichts über meinen Unmut darüber wissen. Dass mit dem Adventskalender hätte ich noch in einem persönlichen Gespräch geklärt (es wäre sonst zu viel Text im Schreiben geworden). In dem Schreiben ging es erst einmal nur um das unprofessionelle Vorgehen beim Wettbewerb und über die geringe Teilnehmerzahl unter den Erwachsenen. Mehr nicht!

    Ich lasse mich nicht einwickeln. Wo liest du das heraus? Man möchte mir im Januar nur ein Angebot unterbreiten und ich werde mir natürlich anhören, was sie zu sagen haben. Je nachdem was sie mir zu sagen haben, werde ich dann in Ruhe entscheiden, ob ich auf das Angebot eingehe oder nicht.


    Noch einmal zu den Bildrechten: Wie bereits geschrieben, möchte ich wegen einem Adventskalender kein großes Fass aufmachen. Ja, ich werde dem Verein noch mitteilen, dass ich mir gewünscht hätte, sie hätten mich vorher darüber informiert und werde ihnen vorschlagen, wie sie zukünftig vorgehen sollten, um eventuellen Ärger zu vermeiden. Mehr sag ich dazu aber nicht.
    Ich muss hier genau überlegen, was und wie ich es kritisiere. Es hat noch einen anderen Grund, warum ich hier so vorsichtig bin und meine Worte mit Bedacht wähle. Der Grund ist, dass die Stadtverwaltung mit in dem Verein involviert ist und ich bin gelernte Verwaltungsangestellte und jetzt nach langer Krankheit wieder auf Arbeitssuche. Mögliche Arbeitgeber gibt es in meiner Region nicht viele und auch generell ist die Lage am Arbeitsmarkt hier sehr angespannt. Örtlich gebunden bin ich auch. Ich möchte mir daher mit meiner Kritik nicht noch ins eigene Knie schießen, indem ich eventuell noch als Querulant dastehe. Bürgerkritik macht gerade in Verwaltungen schnell die Runde.
    Es steht hier für mich womöglich sehr viel auf dem Spiel. Daher muss ich abwägen, was für mich wichtiger ist.
    Ja, das kann ich gut verstehen. Wenn Du deswegen keine Arbeit bekommst, das ist so ein Kalender nicht wert. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen, sowohl bei der Arbeitssuche als auch bei dem Angebot.
    Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.

    Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

  17. #17
    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Es hat noch einen anderen Grund, warum ich hier so vorsichtig bin und meine Worte mit Bedacht wähle. Der Grund ist, dass die Stadtverwaltung mit in dem Verein involviert ist und ich bin gelernte Verwaltungsangestellte und jetzt nach langer Krankheit wieder auf Arbeitssuche. Mögliche Arbeitgeber gibt es in meiner Region nicht viele und auch generell ist die Lage am Arbeitsmarkt hier sehr angespannt. Örtlich gebunden bin ich auch. Ich möchte mir daher mit meiner Kritik nicht noch ins eigene Knie schießen, indem ich eventuell noch als Querulant dastehe. Bürgerkritik macht gerade in Verwaltungen schnell die Runde.
    Eine öffentliche Verwaltung, die einem Bewerber einen Strick daraus dreht, dass dieser in einem Rechtsstaat seine Rechte durchsetzt, wäre ja wohl ein gefundenes Fressen für die Presse... mal ganz abgesehen von den Antidiskriminierungsvorschriften.

    Aber ehrlich gesagt versteh ich nicht, warum Du dann hier dieses Fass überhaupt aufgemacht hast, wenn Dir derart die Muffe geht.

  18. #18
    Zitat Zitat von CO-MIChel Beitrag anzeigen
    Eine öffentliche Verwaltung, die einem Bewerber einen Strick daraus dreht, dass dieser in einem Rechtsstaat seine Rechte durchsetzt, wäre ja wohl ein gefundenes Fressen für die Presse... mal ganz abgesehen von den Antidiskriminierungsvorschriften.
    Du hast schon recht mit deiner Äußerung. Aber mal ehrlich: Wenn man eine Absage auf eine Bewerbung erhält, wird man nur selten die wahren Gründe dafür erfahren. Da lässt man sich eben eine Standartfloskel für den Bewerber einfallen, damit man sich als Arbeitgeber nicht in irgendwelchen rechtlichen Fallstricken verheddert.

    Aber ehrlich gesagt versteh ich nicht, warum Du dann hier dieses Fass überhaupt aufgemacht hast, wenn Dir derart die Muffe geht.
    Wenn mir so derart die Muffe gehen würde, wie du glaubst, hätte ich schon gar nicht erst ein Schreiben an den Verein gesendet, wo ich meinen Unmut kund getan habe. Mir ging es ja hauptsächlich um die mangelnde Kommunikation zwischen Veranstalter und Wettbewerbsteilnehmer, weniger darum, irgendwelche Rechte auf Biegen und Brechen durchzusetzen. Als Betroffene(r) ist man eh schon emotional stark aufgeladen, deswegen habe ich das Ganze erst mal sacken lassen und mir für das Schreiben ein paar Tage Zeit genommen. Denn man neigt auch mal schnell dazu sich im Wort zu vergreifen, wenn noch zu viel Emotionen mitspielen. Zudem ist es mir wichtig, auch noch die andere Seite zu der Thematik anzuhören bevor ich mich gegenüber dem Verein weiter kritisch äußer. Ich unterstelle den Verein noch nicht mal, dass sie mir mutwillig schaden wollten, sondern, dass ihr Handeln schlicht auf Unwissenheit und eventuell auch Unerfahrenheit basierte. Gut, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, aber man muss auch nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Viele Dinge lassen sich im Nachhinein durchaus noch in einem persönlichen Gespräch klären.
    Klar, ein wenig Angst schwingt bei mir auch immer mit wenn ich mich kritisch gegenüber einer öffentlichen Institution äußer. Es ist nicht mein erstes Mal. Bei einer anderen öffentlichen Organisation lief das Ganze mal total schief und ich kann dir sagen: Bei denen bin ich mehr als unten durch! Aber die auch bei mir ;o) Man weiß schließlich nie, wie das Gegenüber auf Kritik reagiert und welche Konsequenzen das für einen haben könnte.

  19. #19
    Du musst wissen, was Du tust. Nur finde ich derartige Urheberrechtsverletzungen kein Kavalliersdelikt, zumal von einem Verein, der, wie Du schriebst, regelmässig mit Ausstellungen, Fotowettbewerben und Museen, sogar international, zu tun hat. Der muss und wird es besser wissen - die handelnden Verantwortlichen scheinen halt auf einem hohen Ross zu sitzen.

    Und mal ehrlich: Der Stadtverwaltung, die ja gemäss Deiner Aussage mit dem Verein bezüglich dieser Ausstellungs-/Wettbewerbsgeschichte verbandelt zu sein scheint, kann und wird es gar nicht recht sein, wenn dieser so lax mit den Rechten der Beteiligten umgeht, da dies dann im Klageverfahren auch auf die beteiligte Kommune zurückfallen würde. Insofern könnte es sogar gut sein, dass Du mit einer diesbezüglichen Intervention manch einem Verantwortlichen bei der Stadt vielleicht sogar hinsichtlich Deiner Rechtskenntnisse und Deinem Engagement positiv auffallen würdest (aber natürlich ohne Gewähr, wie bei den Lottozahlen) ;-)

  20. #20
    Also der Vereinsvorstand hat sich tatsächlich kürzlich bei mir gemeldet und wir haben einen Termin vereinbart, um nochmal persönlich miteinander zu reden. Um es kurz zu fassen: Man möchte mich gerne als Kulturkuratorin gewinnen. Auf ehrenamtlicher Basis. (Wäre zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn es dafür Geld gegeben hätte )
    Der Mann, der mit mir sprach, ist hauptberuflich Unternehmer und hin und wieder Gastprofessor an Hochschulen und ehrenamtlich eben Vereinsvorstand. Als er mein Bild sah, war er der Ansicht, das jemand pfiffiges dahinter stecken muss. Daher wollte er mich kennenlernen. Hauptsächlich, um erst einmal etwas Input zu bekommen. Denn ihm ist durchaus bewusst, dass der Wettbewerb alles andere als gut lief. Auch in der Vergangenheit ist viel schief gelaufen. Negative Kritik hat er bisher nicht nur von mir erhalten.
    Positiv ist mir aufgefallen: Er wirkte sehr reflektiert und kritikfähig. Ich habe aber auch gemerkt, dass es ihm peinlich ist, dass man es über die Jahre nicht geschafft hat, den Wettbewerb attraktiv zu gestalten. Jedoch weiß keiner im Verein, wie sie es besser machen könnten. Daher haben sie mich hinzugezogen.
    Wir tauschten uns letztendlich darüber aus, was besser gemacht werden könnte und was man vermeiden sollte. Er sagte, sie bräuchten jemanden mit Leidenschaft, der Lust hätte, sich im Verein einzubringen und einen gut laufenden Wettbewerb für Erwachsene auf die Beine zu stellen. Ich soll es mir mal überlegen. Ich erwiderte, dass ich zwar an Wettbewerben teilnehme, aber keine Ahnung habe, wie man sowas organisiert. Ich würde schon daran wachsen, sagte er mir. Klar, so ein Spruch kann auch nur ein Unternehmer bringen, dachte ich mir...

    Zugegeben, ich bin jetzt auch nicht so sehr mit Selbstbewusstsein gesegnet, um mich in dieses Unterfangen zu stürzen. Zudem sehe ich auch einen Haufen Hürden zu bewältigen. Der Verein hat auch eine Aufgabe/ ein Thema dem er sich stellen muss. Die Stadt hat sich "Europastadt" auf die Fahne geschrieben und thematisch sollte auch der der Wettbewerb damit zu tun haben. Vielleicht kommt das Thema auch einfach nicht bei der Bevölkerung an? Es ist auch zu regional, finde ich. Man könnte vielleicht das Thema auch eher auf ganz Europa richten statt nur auf eine einzelne Stadt im großen Europa. Damit liese sich sicher mehr anstellen und man spräche auch überregionale Künstler an.
    Problem ist auch, die Stadt weiß auch nicht, was unter "Europastadt" zu verstehen ist. Also welches Konzept sie mit ihrer "Europastadt" vertreten und in welche Richtung sie gehen wollen. Der Stadtrat ist zudem zerstritten bis zum geht nicht mehr. Wenn die so weiter machen, dann wirds auch nix mit Kulturhauptstadt - dem Titel, nachdem sie schon lange lechzen.

    Wahrscheinlich ist es das beste, wenn man den Wettbewerb für Erwachsene ganz sein lässt. Um einen seriösen und für die Bevölkerung ansprechende(n) Wettbewerb/ Ausstellung auf die Beine zu stellen braucht es auch finanzielle Mittel. Darüber brauche ich mir keine Gedanken machen, sagte mir der Vereinsvorstand. Ach nee? Wenn ich dann von ihm höre, was alles geht und wie vieles nicht geht... Dann wird der Wettbewerb nur wieder was Halbes und nichts Ganzes.

  21. #21
    Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist besser, Du lässt die Finger davon. Wenn's wieder schief geht, bist Du es sonst gewesen.
    Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.

    Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

  22. #22
    Ja, das denke ich auch... Vielleicht finden sie jemand anderen der sich das zutraut. Am besten jemanden, der etwas Ahnung von der Materie hat.

  23. #23
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    Genau. Für dich wäre das nur zusätzliche Arbeit, von der du gar nicht weißt, ob es DIR auch was bringt oder mal bringen könnte...

  24. #24
    Ich müsste auch alles allein organisieren. Das fängt schon damit an, ein Netztwerk zu regionalen Künstlern aufzubauen. Ich kenne jedoch niemanden vor Ort. Schwieriger wird es, wenn man noch polnische und eventuell noch tschechische Künstler in der Grenzregion ansprechen möchte. Die dürfen nicht außen vor gelassen werden.
    Das ist mir alles zu kompliziert. Mit den richtigen Leuten und ein paar finanziellen Mitteln, könnte man sicher was tolles auf die Beine stellen, aber unter den aktuellen Voraussetzungen eher nicht.

  25. #25
    Mitglied Avatar von Tony Hild
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    39
    Ich kenne da auch so ein ironisches Beispiel von Comicwettbewerben. Letztes Jahr beispielsweise beim MediBangContest (in einem asiatischen Mangaforum) hätte es 3 Gewinner gegeben mit einem ersten Preis für ca. eine Million Yen und einem Vertrag oder ähnlich. Aber nach über 500 Teilnehmern rund vom Globus gab es dann nur Platz 2 und 3. Und die ersten Plätze wurden beide auf Platz 2 gestellt. Zwar wurde so etwas angekündigt, allerdings kleingedruckt. Und was verspricht sich der Veranstalter davon ? Waren die ganzen Einsendungen einfach nicht gut genug ? Oder sind die Preise einfach nur Lockmittel ?
    Also die Teilnahme am Wettbewerb hat zwar Spass gemacht und diente auch der persönlichen Seite, dennoch hängt da aber trotzdem irgendeine Fragwürdigkeit nach...^^

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