Seite 11 von 13 ErsteErste ... 2345678910111213 LetzteLetzte
Ergebnis 251 bis 275 von 317

Thema: Tim & Struppi Jubiläumsschuber

  1. #251
    Mitglied Avatar von Raro
    Registriert seit
    05.2005
    Beiträge
    2.123
    Wenn Pippi demnächst verpflichtend zum weichgegenderten Transvestiten, mit der Möglichkeit vier verschiedene vegane Toiletten aufzusuchen, umgeschrieben wird, dann ist es Zeit, das Land zu verlassen. Von den zehn kleinen Maximalpigmentierten und den veganen, lactosefreien, glutenfreien, aus Bodenhaltung stammenden Schaumküssen wollen wir gar nicht reden.

  2. #252
    Mitglied Avatar von PhoneBone
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Bergstraße
    Beiträge
    1.623
    Bodenhaltung geht ja gar nicht!!! Freiluft Minimum!

  3. #253
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Pippi Langstrumpf geht es demnächst sowieso weiter an den Kragen. Erstens ist ihr Name sowieso schwer überarbeitungswürdig. Werden Herr Nilsson und der kleine Onkel in der Villa Kunterbunt überhaupt artgerecht gehalten? Der Jugendschutz muss sich bald einschalten, die kleine Göre ist minderjährig und unbeaufsichtigt und verführt ihre Altersgenossen zu ausgiebigsten Zuckerkonsum!

    Ihr schamloser Rabenvater ist ja bereits Südseekönig geworden und ihre Schlitzaugenverarsche ist aus dem schwedischen Kinderserienklassiker bereits rausgeschnitten worden.
    Weitere Infos zur Rassistin Pippi:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/...d31267567.html

    Von der kleinen Hexe und ihren deutschen Artgenossen wollen wir gar nicht anfangen.

    Tim & Struppi haben ja auch schon ihr Fett längst weg.

    Nur so lässt sich unsere Welt verbessern! Garantiert!
    Geändert von Huxley (14.07.2017 um 08:43 Uhr)

  4. #254
    Mitglied Avatar von Raro
    Registriert seit
    05.2005
    Beiträge
    2.123
    Muß an dem vielen Östrogen im Trinkwasser liegen.

  5. #255
    Mitglied
    Registriert seit
    06.2001
    Ort
    München
    Beiträge
    237
    Süß, wie sich die AfD-Fraktion hier an ihrer political incorrectness aufgeilt.

  6. #256
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Ich kann die AfD doch gar nicht wählen...

    https://www.nzz.ch/leserdebatte/lese...ren-ld.1302496

    Wer von den politisch Korrekten will, darf gerne weiter diskutieren. Im Link gibt es weitere Links zur Thematik. Oder wir bleiben bei den Tepschern beim Schuber. Den kann man übrigens wegschmeißen. Der hat keinen großartigen Sinn. Der hält nur die Tim & Struppi - Alben im Zaum. Da drinnen geht es rund um die Welt!

  7. #257
    Hergé hat seine Werke aus eigenem Antrieb korrigiert, dies kommt wohl keiner Zensur gleich. Hergé selbst hat eingeräumt, dass er bei seinen ersten Alben unter dem Einfluß von Wallez stand. Wo ist das Problem?

  8. #258
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Hergé hat seine Werke aus eigenem Antrieb korrigiert, dies kommt wohl keiner Zensur gleich. Hergé selbst hat eingeräumt, dass er bei seinen ersten Alben unter dem Einfluß von Wallez stand. Wo ist das Problem?
    Passt schon. Hergé hat sich logischerweise überzeugen lassen. Die Welt hat sich nämlich weiter gedreht. Auch die Erben der Kinderbuchautoren sind schlussendlich überzeugt worden. Logischerweise. Es gibt kein Problem, wenn man in historischen Werken rumstreicht. Siehst du eines?
    Soll ich aus meinen Postings den Begriff "verwässert" in "korrigiert" umändern? Soll ich den Begriff "Zensur" streichen, soll ich die Bezeichnung "politisch Korrekte" umschreiben? Gibt es da auch schon einen "Neusprech"? Ich will ja nicht gleich wieder in die Schmuddelecke "AfD" geworfen werden. Wodurch fühlst du dich verletzt oder bedroht? Was wäre dir genehm?

  9. #259
    Mitglied Avatar von J.Archer
    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Märkisch Kongo
    Beiträge
    1.030
    Hm. Ich bin auch gegen eine nachträgliche Bearbeitung, auch von Seiten der eigenen Erschaffer. Beispiele der Political Correctness gibt es genug oder jemanden als besser darzustellen als er dann doch war. Man denke nur an den Film ET, wo die Polizisten nachträglich dann doch lieber Funkgeräte statt ihre Waffen in den Händen hielten oder die Star Wars Misere, in der Greedo dann doch zuerst schoss.

    Diese Weichgespültheit hört meines Erachtens nach da auf, wo es um Dokumente oder Gegenstände aus einer vergangenen Zeit geht. Wir müssen einfach aufhören, verachtend auf die Geschichte zu sehen, denn nur durch die schmerzhafte Erfahrung ist eine Weiterentwicklung möglich geworden. In jetzigen Geschichten darf man halt nur nicht mehr rückfällig werden, aber was würden wohl zukünftige Generationen sagen, wenn wir in ursprünglich anderen Sachen herumpfuschen? Wenn jetzt in Romanen oder Bildern etwas "verbessert wird", Szenen geschnitten werden etc. Irgendwo hört es auf. ich empfinde es hingegen als ganz schön arrogant über Menschen zu urteilen, die vor 100 Jahren oder im Mittelalter lebten und es aufgrund ihrer Bildung nicht besser wussten. Da kann jeder Grüner jetzt vor Schock erstarren, aber vermutlich gelten wir auch in 100 Jahren als Höhlenmenschen, die bekloppt genug waren, sich wegen Glaubensfragen ins Nirvana zu bomben, dämliche Herrscher hatten, die versuchen die Bürger in Demokratiegedanken einzulullen, aber in Wirklichkeit nichts anderes als Feudalherrscher sind, die ihre Schäfchen ins Trockene bringen und ihre Titel an ihre nächsten Generationen weitervererben und sich zig Jahre lang an der Macht halten.

    Wenn in 100 Jahren bewiesen wird, dass es keinen Gott gibt, sollen dann alle Kirchen und z. B. der Kölner Dom als lächerlicher Aberglaube abgerissen werden? Da wäre das Geschrei in der heutigen Zeit aber groß! Wenn die politische Korrektheit es irgendwann einmal schafft, dass wir dann Gemälde aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit so verändern, dass es passt, dann stimmt irgendwas nicht im Kopf. Bekommt David dann einen maßgeschneiderten Anzug draufgemeißelt oder die nackten Frauen alle auf Bildern etwas aufgemalt, da es sonst sexistisch ist? Werden Schwarze dann auf den Bildern aus den Kolonien übermalt oder weil zu viele weiße Männer auf dem Bild sind mal hier und da ne Frau in die Unabhängigkeitsverhandlung reingemogelt? Wo ist da denn die Grenze?

    Um es wieder zurück auf den Punkt zu schaffen. Tim und Struppi ist bei dem Preis ohnehin kein Kindergeschenk und Erwachsene vermögen durchaus die damalige Zeit dadurch zu sehen ohne gleich die Geister von damals heraufzubeschwören. Alles andere ist meines Erachtens nach unstatthafte Zensur wie z. B. das Schneiden von Filmen ab 18 obwohl die Käufer volljährig sind. Wenn man die Bürger für blöd hält, dass sie nicht reflektionsfähig genug sind, dann gute Nacht. Für einige mag das vielleicht stimmen, aber nicht für alle. Auch Pippi Langstrumpf kann man mit seinen Kindern in der Ursprungsversion lesen und das Kind dann darauf hinweisen, dass das heute nicht mehr so ist. Es ist halt alles eine Frage der (V)Erziehung!
    Geändert von J.Archer (14.07.2017 um 09:36 Uhr)

  10. #260
    Mitglied Avatar von Raro
    Registriert seit
    05.2005
    Beiträge
    2.123
    Zitat Zitat von mkranwet Beitrag anzeigen
    Süß, wie sich die AfD-Fraktion hier an ihrer political incorrectness aufgeilt.
    Dagegen verwehre ich mich in aller Form, ich bin in den letzten 35 Jahren noch nicht mal CDU/CSU Wähler gewesen. Ich finde es lediglich falsch, Kulturgut nachträglich zu bearbeiten, dann sollte man zumindest die alte Version und die neue Version anbieten.
    Das sind ja schon klappmesserähnliche Reaktionen, Menschen, die man nicht kennt, mit einem Label zu versehen.
    Ich habe Geschichte studiert, und es ist anmaßend, Geschichte nachträglich zu verfälschen, und dies ist auch bei jeder Form der Kunst und Literatur so.

  11. #261
    Mitglied Avatar von dino1
    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Zuhause
    Beiträge
    2.105
    Sehe ich differenzierter, was Herge betrifft.

    Er selbst ist sich ja bewusst gewesen, dass z.B. Tim im Kongo seinem damaligen Nichtwissen entsprang, er es aber hinterher durchaus nicht so stehen lassen wollte, und das kann ich verstehen.
    Was man mit 22/23 Woche für Woche so abarbeitet und hinterher anders sieht kann man ruhig revidieren.
    Mich stört nur, dass solche Zensuren eben das Weltbild verwässern, denn aus der Geschichte kann man lernen, oder sollte es zumindest. Dass das leider nicht so gut funktioniert sieht man ja wunderbar an der Rückbesinnung auf nationale Interessen allenthalben.

  12. #262
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Zeiten von Säuberung hatten wir ja auch schon mal. Da wurden auch Bücher und Comics verbrannt. Bei einigen Kinderbüchern zahlt sich ein Umschreiben echt nicht mehr aus. Also weg damit. Zu diesen Zeiten gab es auch politisch Korrekte und politisch Inkorrekte. Ist immer eine Frage der Zeit und der Aufklärung. Für manche ist eben Zensur und Korrektur der einfachere Weg. Ist ja auch legitim.

    Habe eben "Tim in Amerika" durch. Eher schwach. Da wiederholen sich doch so einige Szenen aus den ersten beiden Alben. Da hat Hergé zwar schon den Verve raus, wie Bildergeschichten gehen, der Inhalt lässt noch etwas zu wünschen übrig. Jetzt wird es dann aber wohl ausgefeilter werden.

  13. #263
    Mitglied Avatar von J.Archer
    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Märkisch Kongo
    Beiträge
    1.030
    " es ist anmaßend, Geschichte nachträglich zu verfälschen, und dies ist auch bei jeder Form der Kunst und Literatur so."


    @Raro: Sehe ich genauso. Wenn irgendeiner mal auf die Idee kommt, das Ursprungswerk eines Meisters/eines Autors sehen zu wollen, dürften es zukünftige Generationen schwer haben, die Originalversion aufzuspüren, nur weil ein paar politisch Korrekte einer darauffolgenden Generation meinten, darin herumzupfuschen. Als nächster kommt einer der Erben auf den Gedanken "Vom Winde verweht" zu verspülen und macht Scarlett zu einer asiatischen Rollstuhlfahrerin mit homosexuellen Tendenzen. Die überzeugten Erben sind aber nicht die ursprünglichen Erschaffer eines Werkes. Und das stört mich auch an neuen Filmen, Serien und Büchern fiktiver Geschichten mit historischem Background. Da werden Frauen dann Actionhelden und Menschen jedes Geschlechts, Herkunft sind ohne Problem gleichberechtigt anerkannt. Schöne neue Welt, das war aber damals leider nicht so.

    Und wenn ich dann einen Sat1 Film sehe, in der eine Frau des 19. Jahrhunderts emanzipiert auf den Spuren von Jack the Ripper ist und einen auf Vorstadtrambo macht, dann komme ich aus dem Fremdschämen nicht mehr heraus.

  14. #264
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Nochmal der Link vom Borussen:

    https://www.welt.de/kultur/literaris...m-Struppi.html

    Ist ein bisserl in der Tepscher-Diskussion untergegangen. Jetzt sind wir ja beim Thema.

  15. #265
    Mitglied Avatar von dino1
    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Zuhause
    Beiträge
    2.105
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Nochmal der Link vom Borussen:

    https://www.welt.de/kultur/literaris...m-Struppi.html

    Ist ein bisserl in der Tepscher-Diskussion untergegangen. Jetzt sind wir ja beim Thema.
    Der Artikel sagt mir nicht so zu, weil, wie bei fast allen in der jüngsten Vergangenheit, zu viel Fokus auf den Rassismus in Herges Werk gelegt wird.
    Der ist Vorhanden, aber eben von einem Kind seiner Zeit, deshalb stört mich der ständig mahnende Zeigefinger heutiger Kritiker.

    Zu Anfang ist T&S reiner Slapstick, das merkt man bei den drei Werken Sowjets, Kongo und Amerika ungemein.

  16. #266
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Passt schon. Hergé hat sich logischerweise überzeugen lassen. Die Welt hat sich nämlich weiter gedreht. Auch die Erben der Kinderbuchautoren sind schlussendlich überzeugt worden. Logischerweise. Es gibt kein Problem, wenn man in historischen Werken rumstreicht. Siehst du eines?
    Soll ich aus meinen Postings den Begriff "verwässert" in "korrigiert" umändern? Soll ich den Begriff "Zensur" streichen, soll ich die Bezeichnung "politisch Korrekte" umschreiben? Gibt es da auch schon einen "Neusprech"? Ich will ja nicht gleich wieder in die Schmuddelecke "AfD" geworfen werden. Wodurch fühlst du dich verletzt oder bedroht? Was wäre dir genehm?
    Auch wenn du mich gerne in die politisch korrekte Ecke stellen möchtest, ich gehöre da nicht hin. Ich finde es ebenfalls fragwürdig, ältere Kinderbücher nach dem Zeitgeist zu färben. Aber was hat das mit Hergé zu tun? Er hatte in jungen Jahren nach einer vordefinierten Sichtweise und, nach eigener Aussage, eigener Unkenntnis seine ersten Alben angegangen. Erst als er sich von den vorgegebenen rechts-katholischen Dogma emanzipiert hat, hat er einige Passagen früherer Werke abgeändert. Ich glaube nicht, dass er irgendetwas verwässern wollte, vielmehr wollte er bei seinen "Jugendsünden" (wie er sie selbst nannte), den Kontext etwas gerade rücken.

    Im übrigen fühle ich mich weder verletzt noch bedroht. Ich werfe nur nicht alles in einen Topf.

  17. #267
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Auch wenn du mich gerne in die politisch korrekte Ecke stellen möchtest, ich gehöre da nicht hin.
    Sehe ich nicht so, dass ich dich in eine Ecke stelle. Wo bin ich auf die persönliche Schiene abgerutscht? Ich stelle dich in keine Ecke. Ich habe dich nur gefragt, ob dich was stört. Wenn es nicht so ist, ist es gut.

    Aber was hat das mit Hergé zu tun? Er hatte in jungen Jahren nach einer vordefinierten Sichtweise und, nach eigener Aussage, eigener Unkenntnis seine ersten Alben angegangen. Erst als er sich von den vorgegebenen rechts-katholischen Dogma emanzipiert hat, hat er einige Passagen früherer Werke abgeändert. Ich glaube nicht, dass er irgendetwas verwässern wollte, vielmehr wollte er bei seinen "Jugendsünden" (wie er sie selbst nannte), den Kontext etwas gerade rücken.
    Er wurde eben politisch korrekt. Ob aus eigenem Antrieb, ob äußere Einflüsse ausschlaggebend waren, ob er umerzogen, indoktriniert wurde oder nicht, Meister Hergé war eben wie ein Fähnchen im Wind.

    Hier übrigens eine Bedeutung von "verwässern" aus dem Duden:

    die Wirkung, die Aussagekraft, den ursprünglichen Gehalt von etwas abschwächen

    Wurde das jetzt gemacht oder nicht? Wurde die "In die Luft Sprengerei vom Nashorn" zensiert oder nicht? Warum kommt hier die AfD ins Spiel? Natürlich nicht von dir, betone ich ausdrücklich.
    Geändert von Huxley (14.07.2017 um 10:22 Uhr)

  18. #268
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Sehe ich nicht so, dass ich dich in eine Ecke stelle. Wo bin ich auf die persönliche Schiene abgerutscht? Ich stelle dich in keine Ecke.
    Naja, wegen dem Angebot hier: ^^

    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Soll ich aus meinen Postings den Begriff "verwässert" in "korrigiert" umändern? Soll ich den Begriff "Zensur" streichen, soll ich die Bezeichnung "politisch Korrekte" umschreiben? Gibt es da auch schon einen "Neusprech"?
    Die Kommunikation in Foren ist manchmal schon schwierig, da fehlt der nonverbale Kontext.

    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Wurde das jetzt gemacht oder nicht? Wurde die "In die Luft Sprengerei vom Nashorn" zensiert oder nicht?
    Da tendiere ich zum Nein, kann aber auch nur spekulieren. Vielleicht war Hergé die Szenerie in der Retrospektive zu albern oder sie passte nicht mehr wirklich zu Tim, da die Figur sich in den folgenden Alben mehr und mehr verfeinerte? Ich glaube nicht, dass Hergé diese Szene geändert hat, um irgendjemanden zu gefallen. Nicht jede Änderung ist auch gleich eine Zensur/Gefälligkeit/Verbeugung vor dem Zeitgeist.

  19. #269
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Die Kommunikation in Foren ist manchmal schon schwierig, da fehlt der nonverbale Kontext.
    Auf alle Fälle.

    Vielleicht war Hergé die Szenerie in der Retrospektive zu albern oder sie passte nicht mehr wirklich zu Tim, da die Figur sich in den folgenden Alben mehr und mehr verfeinerte? Ich glaube nicht, dass Hergé diese Szene geändert hat, um irgendjemanden zu gefallen. Nicht jede Änderung ist auch gleich eine Zensur/Gefälligkeit/Verbeugung vor dem Zeitgeist.
    Er hat verwässert und zensiert.
    Zensur dient oft dem Ziel, das Geistesleben in religiöser, sittlicher oder politischer Hinsicht zu kontrollieren.
    Manchmal bezeichnen ja auch heutzutage die allergrößten Rassisten andere als Supermega-Rassisten und kommen damit gut auch hier in den Foren durch. Zeitgeist eben.
    War Hergé in Jugendjahren ein Rassist oder nicht?

  20. #270
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    War Hergé in Jugendjahren ein Rassist oder nicht?
    Nein! Jung und damit noch formbar, geprägt durch ein rechtsnationales und religiöses Umfeld, die die Fähigkeiten Hergés nutzen wollten, um der Jugend ein Weltbild zu vermitteln, vielleicht etwas zu naiv und gutgläubig. Aber sicher nicht mehr vorurteilsbehaftet, wie es zu der Zeit die Norm war.

    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Er hat verwässert und zensiert.
    Das er nebenbei Szenen geändert hat, die ihm nicht mehr gefallen haben, kommt für dich nicht in Betracht? Welchem Geistesleben möchte er sich anbiedern, wenn er ein Nashorn nicht explodieren lässt? Das hat keinen Informationsgehalt. Dann bleibt nur noch die Empfindlichkeit einiger Personen. Ich glaube aber kaum, dass es zum Zeitpunkt der Änderung bereits eine übertrieben engstirnige Tierschützerlobby gab, die deswegen zu einem Boykott aufgerufen hätte.
    Geändert von moriturus (14.07.2017 um 11:15 Uhr)

  21. #271
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    "Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern die Neandertaler von morgen."

    Eventuell hat Hergé sein eigenes Weltbild verändert. Und dahingehend sein Werk verändert. Verwässert. Zensiert. Ich bleibe dabei.


    "Der evolutionär denkende Mensch kann nicht mehr Schutz vor der Einsamkeit suchen, indem er sich in die Arme einer zum Gott erhobenen – von ihm selbst geschaffenen – Vatergestalt (oder Muttergestalt) flüchtet; nichts entbindet ihn von der mühevollen Aufgabe, sich den Problemen der Gegenwart zu stellen. Wir müssen aufgeben, uns in intellektueller wie ethischer Hinsicht wie Strauße zu verhalten, wir dürfen unseren Kopf nicht mehr in gewollter Blindheit in den Sand stecken."

    Immer Uffpasse! Ist nicht alles Sonnenschein. Herr Hergé hat sich wie ein Strauß verhalten. In jungen und in alten Jahren. Für mich ist er kein Comic-Gott. Wen wundert es?

    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Jung und damit noch formbar, geprägt durch ein rechtsnationales und religiöses Umfeld, die die Fähigkeiten Hergés nutzen wollten, um der Jugend ein Weltbild zu vermitteln, vielleicht etwas zu naiv und gutgläubig. Aber sicher nicht mehr vorurteilsbehaftet, wie es zu der Zeit die Norm war.
    Das ist mir viel zu viel Entschuldigung für Herrn Hergé. Aber auch das sieht man aktuell immer öfters.
    Wundert es dich nicht, dass er hauptsächlich nur Szenen geändert hat, die politisch nicht gerade korrekt waren?
    Geändert von Huxley (14.07.2017 um 11:15 Uhr)

  22. #272
    Mitglied Avatar von dino1
    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Zuhause
    Beiträge
    2.105
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Das ist mir viel zu viel Entschuldigung für Herrn Hergé. Aber auch das sieht man aktuell immer öfters.
    Wundert es dich nicht, dass er hauptsächlich nur Szenen geändert hat, die politisch nicht gerade korrekt waren?
    Wieso zu viel Entschuldigung?

  23. #273
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    4.964
    Der junge und formbare Herr Hergé war 22 Jahre alt, als er seine ersten Abenteuer von Tim & Struppi verfasst hat. Wenn man Rassisten in diesem Alter immer noch als naiv und gutgläubig bezeichnet, die durch ein rechtsnationales und religiöses Umfeld geprägt werden oder worden sind, hört sich bei mir die Entschuldigung eben auf.

  24. #274
    Mitglied Avatar von dino1
    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Zuhause
    Beiträge
    2.105
    Sehe ich anders, ja, sicherlich kann man Herge Rassismus unterstellen, aber nur im Maße der damaligen allgemeinen Lage.
    Das beschönigt nichts, muss aber in die Bewertung mit einfließen.

  25. #275
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Der junge und formbare Herr Hergé war 22 Jahre alt, als er seine ersten Abenteuer von Tim & Struppi verfasst hat.
    Ein 22jähriger, der eine strenge Erziehung "genossen" hat, geprägt duch konservativ-nationalen und religiösen Dogmen, in einer Zeit, in der Erziehung noch mit Zucht, Ordnung und Autorität gleichzusetzen war. Die anerzogenen Scheuklappen setzt du nicht mal eben so ab. Das macht aber noch keinen Rassisten.

Seite 11 von 13 ErsteErste ... 2345678910111213 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •