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Thema: Spione in der Familie (Gaudin/Ronzeau)

  1. #51
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Bei 190 Exemplaren hat kein Händler irgendwem was erzählt, weil offensichtlich kein Händler irgendwem was verkauft hat. Bei zwei Bänden ist im Zweifel nicht viel verloren. Wer's anhand des potenziellen GCT-Hefts lesen möchte, der kauft's dann halt. Wer nicht, der nicht. Ist doch ganz einfach.

  2. #52
    Mitglied
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    Die Linie, Jano, wo ist eine erkennbare Linie in deinem Vorgehen?

    Ich finde im Fokus für erfolgreiches Verlegen müssen zwei Dinge stehen:

    - Es muss erkennbar sein, für was der Verlag inhaltlich steht. Da ist Dani eine Wundertüte, man weiß nur, dass die Veröffentlichungen deine Favoriten (geschmacklicher Natur) sind.
    - Klare Veröffentlichungstermine, also einerseits eine Festlegung auf Programmplätze, anderseits müssen diese feste Moantae zugewiesen werden (Nein, das ist kein Verweis auf den bei vielen Verlegern verhassten Klassenprimus Splitter, sondern das ist etwas was ähnlich aufgestellte Verlage (All, BD) schaffen.

  3. #53
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Einen Verlag mit Chaosprogramm darf es doch geben. Ich finde das total sympathisch und spannend...

    C_R
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  4. #54
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Na ja, dass ich den Verlagskram in absehbarer Zeit nicht hauptberuflich machen können werde, sondern bis auf Weiteres auf meine zusätzlichen Einnahmen von anderen Verlagstätigkeiten und -mitarbeit angewiesen sein werde, ist ja mittlerweile schon eine Weile klar. Entsprechend kann ich auch weiterhin kreuz und quer veröffentlichen, was mich interessiert (solange es kein Minusgeschäft ist). Sonst hätte ich selbst keinen Spaß mehr dran, dann würd's mir nix bringen.

    Natürlich wäre es mir lieber, irgendwann mal mehr als zwei im 2000er-Bereich laufende Reihen oder Titel zu haben. Und natürlich wäre es mir lieber, das schon lange gesteckte Ziel, jährlich zwölf Titel zu bringen, die dann idealerweise auch monatlich und zu einem einige Zeit vorher konkret festgelegten Termin kommen. Zusammen mit Disney-Arbeit und seit einiger Zeit zusätzlich laufendem Buchwissenschaftsstudium ist das aber halt alles nicht so hundertprozentig zu planen. Da ist dann halt mal kurzfristig z. B. das Zusammenstellen, Übersetzen und Bearbeiten eines Onkel-Dagobert-Jubiläumsbands oder das Schreiben von zwei Hausarbeiten wichtiger, als direkt den nächsten Titel anzugehen.

    Es ist mir völlig bewusst, dass das Rumgewurschtel ist, aber solange ich damit kein jährliches Minus mehr einfahre, stört mich das nicht. Ich habe aktuell kontinuierlich jedes Jahr mehr Plus, auch wenn das natürlich noch weit weg von 10.000 Euro monatlichem Gehalt ist und wohl auch noch lange bleiben wird. Von daher bringe ich halt, was mir gefällt und wann mir es gefällt und im Idealfall gefällt es dann auch noch wem anders und wird entdeckt und gekauft ... oder wenn ich Pech habe, dann nicht.

    Ich persönlich sehe da auch keinerlei Chaos. Es gibt, wie schon seit Jahren, den All-Ages- und den Erwachsenenbereich im Programm. Letzterer hat sich in letzter Zeit halt eher Richtung Franchise-Titel entwickelt, weil das in der Regel Namen sind, nach denen sich die Leute eh umsehen, man sie also nicht erst im Markt platzieren muss. Bei den All-Ages-Sachen, die in der Regel von unbekannten oder weniger bekannten Autoren und Zeichnern stammen und oft auch nicht die typische Comicladenkundschaft ansprechen, hat man diesen Vorteil halt nicht.

    Die Spione hätte ich in der aktuellen Form selbst mit superregelmäßigen Terminen breiter Aufstellung im Handel nicht riesig mehr verkauft, einfach weil das keiner kennt und man auch nicht nach dem Autor oder Zeichner sucht. Das wäre in der Form auch bei anderen Verlagen nicht besser gelaufen. Ich hab ja mal die Popcom-Absätze von Jo gezeigt bekommen, da war der Großteil auf oder nur wenig über dani-books-Niveau. Und DIE sind bekanntlich etwas besser aufgestellt, was Termine, Programmplanung etc. angeht. Von daher mag das sicherlich zum Teil am Verlag, zum größeren Teil aber am jeweiligen Titel selbst und den Vertriebsmöglichkeiten liegen ... und der Erreichbarkeit der Zielgruppe.

    Mit einer GCT-Promo und eventueller Kooperation mit der Staffette lässt sich da sicher eher was machen (in Frankreich kennen das die Kinder auch nur aus Okapi, sonst würden die Comicbände ebenfalls nicht laufen) als wenn man drauf hofft, dass es die Läden von sich aus ausstellen und es dann zufällig dort Kinder oder Eltern entdecken.

    Wie dem auch sei, ob man die Reihe mit den Sammelbänden dann neu entdeckt oder bereits Band eins gekauft hat, es wird sich keiner beschweren können, denke ich. Denn dann bekommt man ja drei Geschichten zu einem deutlich geringeren Preis, als man vorher für zwei Einzelbände bezahlt hätte. Selbst wenn man dann die erste Geschichte doppelt hat, spart man immer noch jede Menge im Vergleich zu Einzelbänden.

    (Und ja, die dünnen Einzelbände waren natürlich kein ausgereiftes Konzept, sondern halt eine etwas schnapsideeige Veröffentlichung in Verbindung mit Deutschlandbesuch bzw. Signierstunde der Autoren. Von daher beschwere ich mich auch nicht drüber, dass das keiner gekauft oder entdeckt hat, und bin auch nicht davon überrascht. Hat halt gezeigt, wie eigentlich zu vermuten war, dass diese Veröffentlichungsform so nicht funktioniert, und Sammelbände samt GCT-Promo etc. von Anfang an die bessere Wahl gewesen wären. Ob die dann wer gekauft hätte bzw. in Zukunft kaufen wird, wird sich zeigen, aber die Chance ist zumindest etwas höher als bei dem kleinen Büchlein für 9,99 EUR. Bei Monster Allergy hat's ja auch geklappt, vielleicht sind die Spione ja mal ein Titel, bei denen das GCT-Heft ebenfalls für so viele neue Leser sorgt ... oder zumindest für eine kostendeckende Zahl. )

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