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Thema: Tin Lizzie

  1. #1
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    Tin Lizzie

    "Die Schöne von Ponchatoula" und "Rodeo Junction", beide Bände funktionieren wie eine bunte Mischung aus "Der Wind in den Weiden" und "Das Nest".
    Natürlich sind die Protagonisten Menschen und keine Tiere, die gemeinsame Reise mit dem Auto über die Landstraßen eines Amerikas von 1908 bestimmt großteils die Handlung dieser Liebesgeschichte in "Tin Lizzie".
    Wirklich grandiose Zeichnungen, Poesie in Wort und Bild, trotzdem fehlt mir ein bisschen das Zeug zum ganz großen Klassiker.

    Trotzdem schöne Lektüre für einen Sonntagnachmittag.

    Zwei Zitate möchte ich bringen, weil ich heute dabei schmunzeln musste:

    "Wenn man mich fragt, was ich an euch Weißen am meisten hasse, würde ich antworten, dass es wahrscheinlich euer Humor ist".

    Louis an Rhod.

    "Lasset euch nicht verführen. Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Werdet doch einmal recht nüchtern und sündiget nicht! Denn Etliche wissen nichts von Gott, das sage ich euch zur Schande."

    Verhärmte alte Gottesanbeterin, die sonst nicht viel im Leben hat.

  2. #2
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    Das ist eine wunderschöne Geschichte, die mich ein bisschen an "Das Nest" erinnert. Von der Stimmung her, sicher ist "Das Nest" eher ein Epos.
    Ich verstehe nur nicht die Entscheidung, dass bei Toonfish zu platzieren. Weil aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird (in Wirklichkeit Erinnerungen)? So verschenkt man für den Band vorhandenes Potential, denn ich denke all diejenigen, die jetzt schon wg. vergrifener Bände beim "Nest " rumgreinen werden auch diesen Zweiteiler nicht auf dem Zettel haben. Schade!

  3. #3
    Mitglied Avatar von Kohlenwolle
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    Habe jetzt auch endlich beide Bände in einem Rutsch gelesen und kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
    Eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte, deren Bilder einfach nur faszinieren. Ein wunderschönes Artwork,
    in das man sich einfach verlieben muß.
    Der einzige große Nachteil: warum ist das nicht im Überformat unter dem Splitterlabel erschienen?

    Bitte Leute, schaut euch diese grandiose Veröffentlichung einmal näher an. Es lohnt sich wirklich.
    Schöne Grüsse aus dem Kohlenpott


  4. #4
    Mitglied Avatar von Simulacrum
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    Reiht sich ein bei den Nostalgie-Comics wie neben Das Nest auch den Pagnol-Adaptionen: Der Ruhm meines Vaters und Das Schloss meiner Mutter.

    Ab und zu brauche ich das. Pagnol hatte mir aber noch einen Tick besser gefallen, weil er die Charaktere immer so liebevoll (selbst-)ironisch auf die Schippe nimmt.


  5. #5
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Nach dem letzten Post hier bin ich auf den Thread und die beiden Bände aufmerksam geworden und kann mich den wohlmeinenden Worten nur anschließen. Was mir allerdings nicht gefällt ist die Unstimmigkeit durch die Daten auf dem Grabstein auf Seite 48 im zweiten Panel. Die Handlung spielt ja 1908. Laut Grabstein war Becky 1895 geboren. Dann wäre sie 1908 13 Jahre alt gewesen. Das passt allerdings nicht zu ihrer Rolle in der Geschichte.

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