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Ergebnis 8.926 bis 8.950 von 8956
  1. #8926
    Mitglied Avatar von TheMaskedMan
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    hatte letztens nochmal den gedanken des vergleichs zwischen dem donner und dem snyder-superman. donners superman null charakterentwicklung, null tiefe, einfach nur ne stupide grinsebacke.

    snyder verleiht superman tiefe, verleiht ihm profil, gibt ihm etwas womit sich viele identifizieren und nacheifern können. er bringt einen zum nachdenken.....und die "alten" fans beschweren sich, dass er nicht grinst das ist bekloppt!!! siehe superman erde eins die drei bänder!!! ist er da ne grinsebacke?? NEIN! strahlt er hoffnung aus?? NEIN! und was ist?? erde eins ist wahrscheinlich die beste story-line die es von superman gibt, da hat auch superman für alle zeiten null chance. zudem ist erde eins die perfekte ergänzung zu mos und bvs, einfach perfekt!!!

    und donners superman....joar....der fliegt dummgrinsend durch gegend....und stellt seine "alten" fans zufrieden
    Nothin´really matters.....but YOOOOUUUUUUU!

  2. #8927
    Moderator Batman Forum Avatar von Batcomputer
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    Zitat Zitat von TheMaskedMan Beitrag anzeigen
    snyder verleiht superman tiefe, verleiht ihm profil, gibt ihm etwas womit sich viele identifizieren und nacheifern können. er bringt einen zum nachdenken...
    Nur um deinen Standpunkt nachvollziehen zu können: Gib doch mal bitte Beispiele für die jeweils aufgeführten Punkte.

  3. #8928
    Mitglied Avatar von Batman94
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    Zitat Zitat von Batcomputer Beitrag anzeigen
    Nur um deinen Standpunkt nachvollziehen zu können: Gib doch mal bitte Beispiele für die jeweils aufgeführten Punkte.
    Siehst du das anders ?


    ARKHAM KNIGHT !

  4. #8929
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Zitat Zitat von Batman94 Beitrag anzeigen
    Siehst du das anders ?
    Oh, ein gewiefter Argumentationskniff aus der Internetkommentatorenschule ... Lass doch erstmal Maske antworten. Dann kannst du BC ja immer noch fragen ...
    Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf.

  5. #8930
    Mitglied Avatar von Batman94
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    Zitat Zitat von Schiller Beitrag anzeigen
    Oh, ein gewiefter Argumentationskniff aus der Internetkommentatorenschule ... Lass doch erstmal Maske antworten. Dann kannst du BC ja immer noch fragen ...
    Ehm was willst du denn jetzt bitte von mir ?!
    Es war eine ganz normale frage.. mehr nicht. Weiß jetzt nicht was der blöde Kommentar soll.


    ARKHAM KNIGHT !

  6. #8931
    Moderator Batman Forum Avatar von Batcomputer
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    Beruhigt euch. Jeder definiert die Punkte für sich anders und Wertungen wie "Tiefe", "Profil", etc. sind mal eben schnell ausgesprochen. Deswegen würden mich Maskes Ausführungen dazu interessieren.

  7. #8932
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Zitat Zitat von Batcomputer Beitrag anzeigen
    Beruhigt euch. Jeder definiert die Punkte für sich anders und Wertungen wie "Tiefe", "Profil", etc. sind mal eben schnell ausgesprochen. Deswegen würden mich Maskes Ausführungen dazu interessieren.
    Mich eben auch. Fand Batman94ers Kommentar ablenkend und irreführend. War nicht böse gemeint. Ich wollte nur am Thema bleiben. Sorry.
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  8. #8933
    Mitglied Avatar von TheMaskedMan
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    zitat batcomputer
    Nur um deinen Standpunkt nachvollziehen zu können: Gib doch mal bitte Beispiele für die jeweils aufgeführten Punkte.
    superman ist im prinzip ein flüchtling, der versucht auf der erde klar zu kommen. sehr gut vergleichbar mit den aktuellen syrischen flüchtlingen. nicht 1:1 ABER rein vom ding her sehr gut vergleichbar. ein syrischer flüchtling flieht von seinem land in welchem krieg herrscht (krypton) und kommt nach deutschland (erde). was erwartet ihn hier??? man hat angst vor ihm, er könne den terror nach deutschland bringen (bei superman wärs im grunde die angst der menschen, dass er seine kräfte gegen sie anwendet), unmut, evtl. hass, das verlangen der deutschen, dass der flüchtling wieder verschwindet usw, du verstehst was ich meine. natürlich sind nicht ALLE deutschen den flüchtlingen negativ gestimmt, genauso wie es bei den menschen mit superman ist. also ich sehe hier so einige parallelen. superman bleibt nichts anderes übrig als den unmut der menschen zu akzeptieren und versuchen sie mit guten taten vom gegenteil zu überzeugen. der syrer lernt deutsch, geht arbeiten und leistet seinen beitrag. beweist seine zugehörigkeit. und DENNOCH bleiben zweifel, die einen selbst beschäftigen, selbst wenn alles in ordnung erscheint. was habe ich falsch gemacht, was richtig?? wo kann ich mich verbessern?? superman hat den vorteil, dass er sich in clark "verwandeln" kann und sich somit verstecken kann, während der syrer seine haut nicht einfach so wechseln kann. superman redet mit seiner mutter, tauscht sich mit seiner freundin aus, versucht sich auf der erde zu etablieren, obwohl er schon als baby auf die erde kam und in mos sieht man ja, dass er schon als kind anfängt mit sich zu hadern. also selbst als clark lässt ihm seine situation keine ruhe, nur dass eben die menschen ihn nicht als superman erkennen. (hier wäre der punkt mit der identifizierung)

    bzgl. der sache mit der hoffnung: wer sagt, dass er keine hoffnung ausstrahlt??? warum?? nur weil er nicht grinst?? in JL grinst er und wirkt genauso verblödet wie der donner-superman.

    ich sehe das mit der hoffnung zweierlei: zum einem, hat SUPERMAN hoffnung in die menscheit. sie verachten ihn und er macht weiter. er rastet nicht aus, er wird nicht aggro, er nimmt alles hin und versucht sein bestes zu tun, er macht weiter durch HOFFNUNG, etwas dem man nacheifern kann, niemals die hoffnung zu verlieren. tu gutes auch wenn dir schlechtes wiederfährt, etwas, dass vll wirklich nur superman kann. zum anderen HABEN auch die menschen hoffnung IN superman, zumindest die, die im positiv gestimmt sind, ist in bvs auch zu sehen. also es ist falsch zu sagen, dass snyder supermans charakter nicht eingefangen hat oder ihn iwie alternativ aufgezeigt hat. aus meiner sicht totaler schwachsinn, ZUMAL wenn man sich die erde eins comics mal zugemüte zieht, ich kanns nicht oft genug wiederholen.

    das alles verleiht superman, aus meiner sicht, charakter und tiefe. man kann über ihn reden, über ihn diskutieren, was auch in bvs getan wird. ein einzigartiger charakter.

    was bietet der donner-superman????.....nix. zumindest nix ernsthaftes. einbisschen clownsgedöns und gut.
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  9. #8934
    Mitglied Avatar von Langstrom
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    Was die Warnung von Flash betrifft, er sagt nicht das Bruce Superman töten soll. Er sagt:" Du hattest recht, was ihn angeht!Du hattest schon immer recht, was ihn angeht!Fürchte ihn! Finde uns Bruce!Du musst uns finden!"
    Geändert von Langstrom (17.09.2018 um 21:34 Uhr)

  10. #8935
    Mitglied Avatar von Downgrade
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    Snyder hat vor kurzem einen Live-Kommentar zu BvS agegeben: https://youtu.be/8ONaBpK1VZI?t=699



  11. #8936
    Mitglied Avatar von Batman94
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    So wirklich abschließen kann Zack Snyder mit dem ganzen wohl nach wie vor nicht. Ihm liegt das gsnze Projekt mit Sicherheit immer noch am Herzen.
    Auch wenn wir ihn wohl nie sehen werden.. der Snyder Cut für JL würde mich schon interessieren.


    ARKHAM KNIGHT !

  12. #8937
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Zitat Zitat von Arieve Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht ob es realistisch ist, aber ich würde mich freuen, da ich seinen Batman sehr gut gespielt fand. Wer jetzt wieder mit "irrer Killer" ankommt, dem sag ich nur "Charakterentwicklung"!
    Eins vorweg: Ich mochte Kostüm und Optik von diesem Batman und ich mochte Affleck als Batman sowie als Bruce Wayne. Und ich hätte gern den Film VON Affleck gesehen. Beim Snyder-Batman allerdings von CharakterEntwicklung zu sprechen, finde ich (vorsichtig gesprochen) ... mutig
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  13. #8938
    Mitglied Avatar von TheMaskedMan
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    zitat daveman
    Wo hast du das Gerücht gelesen?
    Hatte mir ein Kumpel über Whatsapp gepostet.....ob was dran ist, kein Plan.

    (Und ja, der Snyder-Cut ist der Hype-Train in dem ich zur Zeit große Ausflüge im Internet mache. Es ist'n bissl wie durchbrennen mit seiner heißen Flamme in Richtung Strand)(Und ja, der Snyder-Cut ist der Hype-Train in dem ich zur Zeit große Ausflüge im Internet mache. Es ist'n bissl wie durchbrennen mit seiner heißen Flamme in Richtung Strand)
    Snyder hat das DC-Universe zerstört und er wird mit seinem Cut auch den Reeves Batman zerstören, da jeder nach dem SnyderCut nur noch seine Filme sehen will und alles andere juckt dann eh nicht mehr Ich hoffe, Warner hat das bedacht

    Ich warte auf den ersten richtigen Trailer, danach entscheide ich ob ich ins Kino gehe.
    Ja, das sowieso. Aber rein vom Gefühl her, fühlt es sich halt nach Nichts an^^Habe heute mal wieder ein Pattinson/Affleck Vergleichsbild gesehen und musste weinen. Im Grunde fühlte es sich so an, als ob du einen Tritt direkt auf deine Eier bekommst, dich an diesen sofort festkrallst, hinfällst, weiter deine Eier hältst, winselst, heulst und bettelst zugleich, dass es bloß schneller wieder besser wird

    zitat Schillerlein
    Beim Snyder-Batman allerdings von CharakterEntwicklung zu sprechen, finde ich (vorsichtig gesprochen) ... mutig
    Er hat in BVS aber eine Entwicklung gehabt.....
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  14. #8939
    Mitglied Avatar von Daveman
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    Die Charakter-Entwicklung finde ich immer noch in Ordnung. WENN man die Whedon-Szenen mal nicht einbezieht ("irgendwas blutet bei mir auch" - oder so ähnlich.......). Batfleck ist von Dark Knight Returns inspiriert. Vollprofi, abgefuckt und jenseits der 30. Vernarbt und gedemütigt von diversen Niederlagen. Robin ist tot, Wayne Manor existiert in der eigentlichen Form auch nicht mehr. Sein Krieg war sehr lang und seinen Kodex hat er längst abgelegt. Ihm ist schlicht alles egal gewesen und schreckte vor radikalen Methoden nicht mehr zurück. Der Hang zur übertriebenen und unnötigen Gewalten sah man gut in der Batmobil-Szene und als er Martha Kent rettete.

    Seine Entwicklung zur Rückbesinnung fing in der Martha-Szene an. Ab dem Moment als Superman nach Martha stöhnte. Ab da an checkte Batfleck, dass Superman auch Emotionen und soziale Bindungen hat - in dem Fall zur Mutter. Das es dramaturgisch für die Zuschauer nicht fruchtete wissen wir alle. Aber diese Szene läutete ein Umdenken ein. Ich glaube, in Justice League gabs hier und da auch paar Monologe/ Dialoge zu seinem Umdenken. Vermutlich gabs noch mehrere Stellen in BvS zum Ende hin und Justice League. Eventuell ist seine Charakterentwicklung runder mit dem Snyder-Cut. Wäre begrüßenswert.

  15. #8940
    Mitglied Avatar von FLO HARVEY TWO FACE
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    Zitat Zitat von Daveman Beitrag anzeigen
    Batfleck ist von Dark Knight Returns inspiriert. Vollprofi, abgefuckt und jenseits der 30. Vernarbt und gedemütigt von diversen Niederlagen. Robin ist tot, Wayne Manor existiert in der eigentlichen Form auch nicht mehr. Sein Krieg war sehr lang und seinen Kodex hat er längst abgelegt. Ihm ist schlicht alles egal gewesen und schreckte vor radikalen Methoden nicht mehr zurück.
    Es ist ja schön und gut, dass Snyder einige Katastrophen aus Bruces Leben angedeutet hat-aber im Nachhinein muss ich sagen das es doch interessant und wichtig gewesen wäre,wenn es nicht nur bei Andeutungen geblieben wäre, sondern er diese wichtigen Ereignisse auch gezeigt hätte. In punkto Charakter-und Storyentwicklung (ganz zu schweigen vom Worldbuilding) traue ich Reeves im Gegensatz zu Snyder dann mehr zu.
    Geändert von FLO HARVEY TWO FACE (28.05.2020 um 13:31 Uhr)

  16. #8941
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Zitat Zitat von Daveman Beitrag anzeigen
    Die Charakter-Entwicklung finde ich immer noch in Ordnung. WENN man die Whedon-Szenen mal nicht einbezieht ("irgendwas blutet bei mir auch" - oder so ähnlich.......). Batfleck ist von Dark Knight Returns inspiriert. Vollprofi, abgefuckt und jenseits der 30. Vernarbt und gedemütigt von diversen Niederlagen. Robin ist tot, Wayne Manor existiert in der eigentlichen Form auch nicht mehr. Sein Krieg war sehr lang und seinen Kodex hat er längst abgelegt. Ihm ist schlicht alles egal gewesen und schreckte vor radikalen Methoden nicht mehr zurück. Der Hang zur übertriebenen und unnötigen Gewalten sah man gut in der Batmobil-Szene und als er Martha Kent rettete.

    Seine Entwicklung zur Rückbesinnung fing in der Martha-Szene an. Ab dem Moment als Superman nach Martha stöhnte. Ab da an checkte Batfleck, dass Superman auch Emotionen und soziale Bindungen hat - in dem Fall zur Mutter. Das es dramaturgisch für die Zuschauer nicht fruchtete wissen wir alle. Aber diese Szene läutete ein Umdenken ein. Ich glaube, in Justice League gabs hier und da auch paar Monologe/ Dialoge zu seinem Umdenken. Vermutlich gabs noch mehrere Stellen in BvS zum Ende hin und Justice League. Eventuell ist seine Charakterentwicklung runder mit dem Snyder-Cut. Wäre begrüßenswert.
    In BvS gibt es mindestens 3 unterschiedliche BW- bzw. Batmancharaktere, die verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden. Keiner hängt mit dem anderen zusammen, außer, dass alle das gleiche Kostüm tragen und verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden. Entwicklungen der einzelnen Batmen gibt es schlicht nicht und eine Entwicklung von einem Batman zum nächsten muss man sich schon herbeifabulieren oder die riesigen Lücken mit Fan"wissen" auffüllen. Letzteres ist aber auch schwer zu erkennen, da die Batmen verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden.

    In JL gibt es dann wieder einen neuen Batman, der abermals vom selben Schauspieler gespielt wird, allerdings behält der eine innere Konsistenz bei. Wenn ich stänkern wöllte, würde ich mutmaßen, ob das nicht sogar Whedons Verdienst ist. Grundsätzlich ist Batman aber in JL auch egal. Da kann man echt mal auf den Snydercut gespannt sein.

    Der einzige Charakter IN BvS, der tatsächlich eine konsistente, nachvollziehbare Entwicklung im üblichen Sinne durchläuft, ist Lex Luthor. Dieser Charakter eskaliert aus sich selbst heraus bzw. reagiert er schlüssig mit seinen vorher dem Zuschauer dargebotenen inneren Faktoren (zB Mindset) auf die sich verändernden Umgebungsfaktoren.
    Geändert von Schiller (28.05.2020 um 07:54 Uhr)
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  17. #8942
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    Zitat Zitat von Schiller Beitrag anzeigen
    In BvS gibt es mindestens 3 unterschiedliche BW- bzw. Batmancharaktere, die verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden. Keiner hängt mit dem anderen zusammen, außer, dass alle das gleiche Kostüm tragen und verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden. Entwicklungen der einzelnen Batmen gibt es schlicht nicht und eine Entwicklung von einem Batman zum nächsten muss man sich schon herbeifabulieren oder die riesigen Lücken mit Fan"wissen" auffüllen. Letzteres ist aber auch schwer zu erkennen, da die Batmen verwirrenderweise alle vom selben Schauspieler gespielt werden.

    In JL gibt es dann wieder einen neuen Batman, der abermals vom selben Schauspieler gespielt wird, allerdings behält der eine innere Konsistenz bei. Wenn ich stänkern wöllte, würde ich mutmaßen, ob das nicht sogar Whedons Verdienst ist. Grundsätzlich ist Batman aber in JL auch egal. Da kann man echt mal auf den Snydercut gespannt sein.

    Der einzige Charakter IN BvS, der tatsächlich eine konsistente, nachvollziehbare Entwicklung im üblichen Sinne durchläuft, ist Lex Luthor. Dieser Charakter eskaliert aus sich selbst heraus bzw. reagiert er schlüssig mit seinen vorher dem Zuschauer dargebotenen inneren Faktoren (zB Mindset) auf die sich verändernden Umgebungsfaktoren.
    Hm, das finde ich jetzt interessant! JL lasse ich mal ganz raus, das Werk "gibt es gar nicht", aber wo sind in BvS 3 Batman-Charaktere? Habe nämlich auch eine Entwicklung gesehen, die jedoch nicht abgeschlossen war und auch noch etwas Unterfütterung benötigt hat, die ich mit von JL erhofft hatte (die es im Snyder Cutr wohl ja auch geben wird). Sehe das ganz ähnlich wie Daveman!

    OK, ich verstehe auch wenn Du "riesige Lücken mit Fanwissen füllen" schreibst, hab das aber komplett anders empfunden. Snyder walzt das nicht so überdeutlich durch Dialoge etc. aus, aber er streut sehr sehr viele Andeutungen, auch optischer Natur, sodass ich sehr sehr viel zu entdecken hatte und das ganze deshalb auch anspruchsvoll fand. Es ist für mich ein Film bei dem man viel mitdenken muss und an jeder Ecke neue Puzzleteile entdeckt, die dann am Ende ein ganzes Bild ergeben. Das hat mich angesprochen und finde es nach wie vor genial, weshalb BvS einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat. Aber das kann man natürlich auch völlig anders sehen und empfinden!

    Auch deshalb bin ich gespannt wie Snyder das in seiner JL-Version weiterspinnt. Der Kinofilm war damals ein riesen Enttäuschung für mich, da er außer reiner Unterhaltung nicht viel geboten hat. Wenn ich das will schau ich ins MCU und bin damit auf dieser Ebene gut bedient. Bei DC erwarte ich mehr und hab es bis auf JL und Skwad seit Nolan für mich auch immer bekommen.

  18. #8943
    Mitglied Avatar von Daveman
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    Ich denke, da sind wir wieder zu einer alten Erkenntnis angekommen:
    Snyder erzählt das meiste visuell. Bildkomposition und kurze Momente ohne Text sind die Stellen in den der Zuschauer interpretieren darf. Ich möchte mir das jetzt auch nicht alles herbeireden geschweige schönreden. Nur sehe ich da tatsächlich einen roten Faden.
    @Schiller
    Wie meinst du das bzgl mindestens 3 unterschiedliche Batman bzw Bruce Wayne Charaktere? Dein Denkansatz finde ich nicht mal verkehrt. Und nee ich will wieder keine Fanbrille aufziehen, aber mich beschleicht das Gefühl dass die Entwicklung des Charakters kontinuierlich fortsetzen sollte bis zu JL Part III (oder whatever die Filme sich schimpfen würden).
    @flo Harvey
    Ich habe bis heute nicht die Reeves Filme nachgeholt. Er wird sicherlich in Form von Dialogen Bats Charakterentwicklung verwirklichen. Sein Vorteil ist dann der, dass kaum weitere DC-Helden auftauchen im Film. Da bleibt mehr hängen und mehr Raum zum erzählen für Bats, Pinguin und co.

  19. #8944
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    Zitat Zitat von Arieve Beitrag anzeigen
    ..., hab das aber komplett anders empfunden.

    Snyder walzt das nicht so überdeutlich durch Dialoge etc. aus, aber er streut sehr sehr viele Andeutungen, auch optischer Natur, sodass ich sehr sehr viel zu entdecken hatte und das ganze deshalb auch anspruchsvoll fand. Es ist für mich ein Film bei dem man viel mitdenken muss und an jeder Ecke neue Puzzleteile entdeckt, die dann am Ende ein ganzes Bild ergeben.

    Bei DC erwarte ich mehr und hab es bis auf JL und Skwad seit Nolan für mich auch immer bekommen.
    Das soll doch auch so sein. Also, dass das jeder anders empfindet.

    Snyder hat aber die Eigenschaft, dass bei ihm grundsätzlich alles über Empfinden läuft (auffällig mehr als bei anderen Filmemachern meine ich). Wir beide unterhalten uns jetzt nur über den Film, weil der Dinge in sich trägt, die wir mögen. Bei mir ist das die Optik (bis auf Doomsday), der erste Blick auf seine Welt und Figuren, Ben Affleck usw.

    Du kannst mal versuchen, dich mit Leuten zu unterhalten, die sich davon nicht beeindrucken lassen - das wird nicht gehen. Ich behaupte jetzt mal kühn, dass es keinen gibt, der den Film gesehen hat und dann sagt: "Also, so den cineastischen Stil von Snyder mag ich nicht. Aber die Story war geil. Das war wirklich gut erzählt und erst diese gut ausformulierten Charaktere ..." Das wird nicht passieren und deswegen hinkt die gemeinsame Nennung mit Nolan gewaltig und auf 2 Beinen.

    Snyder deutet nicht an, er blendet. Er ist im Stil bombastisch, im Detailgrad überfordernd aber in der Tiefe schlicht nicht vorhanden. Wenn man den ganzen Glitzer, die atemberaubenden Trailer oder die Optik weglässt, wenn also alles, was starke Emotionen durch krasse Reize erzeugt entfällt, dann gibt es kein Fundament. Das ist oberflächliches (wenn auch teures) Filmemachen, mehr nicht. Du argumentierst, der Film sei wegen seiner Fülle an allem Möglichen anregend. Da gehe ich mit. Das macht ihn auch komplex ... aber nicht anspruchsvoll.

    Mein Flusensieb sieht auch manchmal sehr interessant aus, manchmal auch sehr komplex. Am Ende sind darin aber nur zufällig zusammengewürfelte Flusen.
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  20. #8945
    Mitglied Avatar von Strumpfhosen-Man
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    Da bin ich bei Schiller.
    Also gerade BvS wirkt mit den ganzen Segmenten, Ortswechseln, Charakteren, Twists usw als sei dass der detaillierteste, komplexeste und anspruchsvollste Film aller Zeiten
    und man müsse sich den Film mindestens 10 mal anschauen um wirklich alles zu verstehen. Wenn man dann das ganze Konstrukt aber mal auseinander bröselt
    und sich nur auf einzelne Sachen konzentriert, also zB nur auf das was Luthors oder Batmans Plan in dem Film ist, wer wann auf was reagiert etc
    dann sieht man das so gut wie alles davon aufgeblasene Verblendung ist.

    Hinter diesen eindrucksvollen Konstrukten steckt überhaupt nichts, die meisten Sachen (wie letztendlich Ziele erreicht werden) ergeben im Detail nicht mal Sinn.
    Dadurch dass es aber so verzweigt und übereinander gestapelt ist, wirkt es so als sei das ultra komplex.
    Nicht das jetzt ein Weg automatisch schlechter oder besser ist, aber die Charaktertiefe, die Wege von A nach B zu C usw bestehen wirklich aus extrem viel heißer Luft.

    Wenn man die verschiedenen Wege der Charaktere mal Schritt für Schritt durch geht, dann steckt da kein riesen Aha Effekt dahinter. Es ist größtenteils nur sehr schick verkleidet.
    Das wirkt dann natürlich je nachdem auf was man wert gibt, wie logisch so etwas wirklich sein muss, wie viele Erklärungen es wirklich braucht, ob man Augen zudrückt weil es Comic Charaktere sind usw
    auf jeden Zuschauer komplett anders.

    Ich persönlich bin überhaupt kein Freund von diesem künstlich aufgeblasenen Fundament weil ich mir dann wirklich für dumm verkauft vorkomme sobald ich mal nachschaue was in diesem Fundament eigentlich wirklich drin steckt.

  21. #8946
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Zitat Zitat von Daveman Beitrag anzeigen
    @Schiller
    Wie meinst du das bzgl mindestens 3 unterschiedliche Batman bzw Bruce Wayne Charaktere? Dein Denkansatz finde ich nicht mal verkehrt. Und nee ich will wieder keine Fanbrille aufziehen, aber mich beschleicht das Gefühl dass die Entwicklung des Charakters kontinuierlich fortsetzen sollte bis zu JL Part III (oder whatever die Filme sich schimpfen würden).
    Sorry, aber dann muss er seine Charaktere auch so inszenieren, dass sie in EINEM Film konsistent bleiben. Die Filme sind ja nicht für's Batmanforum gemacht, sondern da gehen ja auch noch andere Leute rein. Leute, die es gewohnt sind, dass eine Figur nicht in ihren Einstellungen und Motiven lustig hin und her hüpft, wie es die überfrachtete Story nunmal gerade braucht - nur, damit man dann nach Film 20 sagen kann: "Batfleck hatte eine tolle Heldenreise. Das hat er gut gemacht, der Zack". Zack ferddich ... Heldenreise!

    Zu den 3 Batmen: Ich führe das jetzt nicht nochmal detailliert aus, das hab' ich hier bestimmt auch schon 3 Mal gemacht. Grundsätzlich erkenn' ich sogar 4 oder 5 verschiedene Bat-Persönlichkeiten. Um das herzuleiten müsste ich BvS aber nochmal sehen. Da hab' ich demnächst keine Zeit zu.
    Du nennst das einen "Denkansatz", das ist vielleicht sogar ganz treffend beschrieben. Also: Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Zack Snyder kein kompletter Voll!diot ist und eher auch einen Plan hat, was er wie umsetzen will. Das heißt, er hat wahrscheinlich auch ein Entwicklungsergebnis seiner Hauptfiguren im Hinterkopf. Dorthin zu gelangen, also von Punkt 0 an Punkt 1 ist aber die Kunst. Wenn ich als Zuschauer nicht stocken muss, warum einer dies oder das macht, dann ist der Regisseur ein guter Erzähler/Künstler. Wenn ich mir plötzlich Fragen stellen muss, warum sich (fast unangekündigt) was in Motiven des Charakters verändert hat, dann ist das schlechtes Storytelling. Es gibt in BvS mehrere Punkte, an denen ein Batmancharakter nicht mehr so entscheidet, wie es der bis dahin gesehene getan hat/hätte. Berühmtestes Beispiel ist die Martha-Szene; unweit davor ist es der geradezu erzwungene Kampf zwischen Bats und Superman. Die Entscheidung, Superman anzugreifen, ist mit dem Motivsystem des bis dahin gesehenen Batman nicht zu erklären (außer wieder, ich muss als Zuschauer irgendwie die Lücken füllen). Aber die Situation an sich wird auch nicht erklärt. Ich muss es mir halt zurechtdenken.

    Meine Vermutung also ist: Zack Synder musste irgendwie seine Figuren von Punkt 0 zu 1 zu 2 usw. bringen, hat aber in seinem vollgestopften Film nicht auch noch eine vollwertige Weiterentwicklung für jeden Beteiligten unterbringen können. Also musste er (Um)Entscheidungen und Handlungen für die Storykonstruktion erzwingen. WIe ich im Batcast zu TDKR gelernt habe, trifft das die meisten Regisseure, auch einen Nolan. Aber die tun das subtil. Bei Snyder merkt auch der Nicht-Fan, dass sich ein Charakter plötzlich in eine andere Richtung bewegt; vorausgesetzt, er ist nicht gerade (gefühls)blind und taub von dem ganzen Snyder-Overload. Wenn ich gerade noch dabei bin, den Kloß im Hals wegen Supies (fantastisch und ergreifend inszenierter) Beerdigung runterzuschlucken, fällt mir nicht gleich auf, dass der Bruce, der sich dort mit Diana unterhält bisher im ganzen Film nicht vorkam. Kein Mensch dreht sich wegen ein oder 2 Ereignissen um 180°, da braucht man viele stete Tropfen. Und das gilt auch für gut erzählte fiktive Figuren. Immer!
    Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf.

  22. #8947
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    Zitat Zitat von Strumpfhosen-Man Beitrag anzeigen
    Ich persönlich bin überhaupt kein Freund von diesem künstlich aufgeblasenen Fundament weil ich mir dann wirklich für dumm verkauft vorkomme sobald ich mal nachschaue was in diesem Fundament eigentlich wirklich drin steckt.
    Danke, das fasst es sehr gut zusammen (alles davor auch ), v. a. meine eigene Gefühlslage hierzu.


    Das erste große Licht zu diesem Film (den ich anfangs ja super fand, weil ich ihn super finden wollte) ist mir aufgegangen, als ich ausversehen zur schon erwähnten Beerdigungsszene "vorgespult" hatte. Da habe ich gemerkt, dass ich ausschließlich wegen der Inszenierung ergriffen war. Ich kann jederzeit diese paar Minuten auf Youtube rausholen und wieder berührt sein, wie bei einem Song o. ä. Ich brauche also den Film nicht. Und das ist Betrug. Diese vielbesungene Komplexität ist Schall und Rauch, weil ich an den Schlüsselszenen, die Snyder als solche setzt, immer starke Gefühle habe, wie Snyder es eben beabsichtigt hat. Und was dazwischen passiert ist Makulatur. Wie bei einem Musical - Emotion an. Emotion aus. Emotion an. Emotion aus. "Wann kommt denn endlich Don’t Cry for Me Argentina?!"

    Oder wie Burger essen, die richtig hochkalorischen mit sämtlichen Saucen und Geschmacksverstärkern im Fleisch und im Brot und ... und ... und ... . Beim Essen - fantastisch. Aber ich hab nach 1 1/2 Stunden wieder Hunger, trotzdem ein komisches Gefühl im Bauch und vom Diätplan will ich gar nicht erst anfangen
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  23. #8948
    Mitglied Avatar von Strumpfhosen-Man
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    Ich weiß was du meinst. Es ist bei mir ähnlich wenn sich zB der Armored Batman und Superman gegenüber stehen, einfach weil ich mir denke "boah voll cool, wie das aussieht, da hab ich mega Bock drauf!"
    aber wenn ich dann drüber nach denke wie es überhaupt zu der Szene gekommen ist, wie Batman den Kampf geplant hat, wieso Superman da überhaupt mit macht,
    wie das irgendwie alles von Luthor in sämtlichen Details geplant sein soll (was an sich allein gesehen schon von Anfang bis Ende des Films null Sinn ergibt)
    und was dann letztendlich die Auflösung für den ganzen Konflikt ist und danach einfach ein Themawechsel ansteht,
    dann find ichs im nachhinein eigentlich doch nicht cool. Also die Bilder sind cool aber die Geschichte dahinter ist extrem konstruiert,
    und zwar genau so konstruiert dass man zu diesen coolen Bildern kommt ... die aber eigentlich keinen Sinn ergeben.
    Es ist nicht so als ob der Weg so krass ausgearbeitet ist, dass coole Bilder ein Ergebnis davon sind. Sondern die haben mit coolen Bildern kaschiert dass der Weg überhaupt nicht ausgearbeitet ist.

    Da liegt es dann eben wieder an jedem selber. Reicht einem dieser erste Gedanke dass es doch cool aussieht, reicht einem wenn der Weg bis dahin mit anderthalb Augen geschlossen irgendwie gut genug ist
    oder was erwartet man von so einer Verfilmung.

  24. #8949
    Mitglied Avatar von Daveman
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    ich werde mich im JL-Thread nochmal dazu äußern. Hier passt es thematisch nicht mehr.

  25. #8950
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    Zitat Zitat von Schiller Beitrag anzeigen
    Das soll doch auch so sein. Also, dass das jeder anders empfindet.

    Snyder hat aber die Eigenschaft, dass bei ihm grundsätzlich alles über Empfinden läuft (auffällig mehr als bei anderen Filmemachern meine ich). Wir beide unterhalten uns jetzt nur über den Film, weil der Dinge in sich trägt, die wir mögen. Bei mir ist das die Optik (bis auf Doomsday), der erste Blick auf seine Welt und Figuren, Ben Affleck usw.

    Du kannst mal versuchen, dich mit Leuten zu unterhalten, die sich davon nicht beeindrucken lassen - das wird nicht gehen. Ich behaupte jetzt mal kühn, dass es keinen gibt, der den Film gesehen hat und dann sagt: "Also, so den cineastischen Stil von Snyder mag ich nicht. Aber die Story war geil. Das war wirklich gut erzählt und erst diese gut ausformulierten Charaktere ..." Das wird nicht passieren und deswegen hinkt die gemeinsame Nennung mit Nolan gewaltig und auf 2 Beinen.

    Snyder deutet nicht an, er blendet. Er ist im Stil bombastisch, im Detailgrad überfordernd aber in der Tiefe schlicht nicht vorhanden. Wenn man den ganzen Glitzer, die atemberaubenden Trailer oder die Optik weglässt, wenn also alles, was starke Emotionen durch krasse Reize erzeugt entfällt, dann gibt es kein Fundament. Das ist oberflächliches (wenn auch teures) Filmemachen, mehr nicht. Du argumentierst, der Film sei wegen seiner Fülle an allem Möglichen anregend. Da gehe ich mit. Das macht ihn auch komplex ... aber nicht anspruchsvoll.

    Mein Flusensieb sieht auch manchmal sehr interessant aus, manchmal auch sehr komplex. Am Ende sind darin aber nur zufällig zusammengewürfelte Flusen.
    OK, da bin ich eigentlich ziemlich bei Dir, sehe es insgesamt aber durchaus anders. ;-)

    Ja, ich liebe seine Optik und seinen Bombast, aber ich liebe auch Filme die nur funktionieren wenn man mitdenkt. Das empfinde ich durchaus auch als anspruchsvoll, egal wie gut die eigentliche Story darunter ist. Die meisten Filme haben eine eher simple Story, aber das trifft auch auf die meisten Geschichten überhaupt zu. Es kommt oft weniger darauf an Was erzählt wird, als darauf Wie es erzählt wird. Das gleiche, vielleicht sehr simple, Geschehen kann man laaangweilig erzählen, man kann es kurz und banal erzählen, oder eben spannand und unterhaltsam.

    Snyder erzählt vieles optisch. Er baut darauf, dass man sich auf den Film einläßt, in die Figur einfühlt und die vielen Zeichen und Andeutungen deutet, weil man eben mitdenkt und mitfühlt. Er streut viele viele Details und Andeutungen, die zusammen ein Ganzes ergeben und Ja, das ist komplex, bedeutet für den Kinogänger Anstrengung und ist für einen normalen Kinogänger (die hier Anwesenden zähle ich nicht dazu) sicherlich ungewohnt und viele haben sicher auch die Segel gestrichen.

    Wenn Du also Snyders Filme als eine Art Blendwerk siehst (was im Grunde jeder Film ist), wie siehst du dann z.B. die Filme des MCU oder Transformers und Konsorten? Die sind für mich Blendwerk! Sie erzählen immer die gleiche Story auf ähnliche Weise und blähen sie durch bunte und bombastische Optik, witzige Dialoge usw. unterhaltsam auf! Ich mag sie trotzdem, weil sie ähnlich einem Jahrmarkt unterhalten und man auch mal nicht mitdenken muss, aber im Grunde ziehe ich DC vor.

    Des weiteren bieten die DC Filme für mich auch eine 2. Subebene in der noch andere, oft soziale/ethische Themen im Mittelpunkt stehen. Klar, hat jeder Film solche Ansätze, aber in den DC-Filmen (und auch generell bei Nolan) werden sie zumindest soweit ausgearbetiet, dass sie nicht stromförmig rundgemachte Andeutungen bleiben, sondern genug Kanten und Inhalt haben, dass sie sich echt anfühlen und man gerne im Nachgang auch mal länger darüber redet und diskutiert. Batman in BvS hat ein Trauma durch die vergangenen Erlebnisse! Man spührt auch den Punkt, ab dem er anfängt umzudenken, weil er Superman nicht mehr als unpersönliches Ding (Alien) und Projektion seiner (Verlust-)Ängste sieht, sondern als Individuum, auch wenn diese "Martha"-Szene natülich und auch zu Recht Anlass für unzähliche Witze herhalten muss.

    Bei einem Iron Man wird dagegen nur immer gesagt, er sei traumatisiert, aber man sieht es nicht, weil er ist wie immer und weil er weiter seine Sprüche reißt und man im Ganzen auch nicht auf die Idee kommt, dass er irgendwas nur überspielt (außer gegenüber Pepper). Da kommen eben die Panikattacken wie aus heiterem Himmel immer im darmaturgisch richtigen Moment und sind dann im nächsten Augenblick wieder wie weggeblasen. Im Gegensatz dazu merkt man, zumindest für mich, sehr deutlich, dass ein Aquaman in seinem ersten Solofilm (in dem Snyder ja auch noch seine Finger hatte), dass er durch seine lockeren Sprüche nur seine Unsicherheit überspielt. Es fühlt sich, für mich, echter an und das trotz der Tatsache dass Downey Jr. sicher der bessere Schauspieler ist. Warum? Weil mMn besser und tiefer erzählt wird - Storytelling eben!

    Gut, man kann das alles Pseudo-Anspruchsvoll nennen, aber das sind auch keine Autorenfilme. Sie legen den Fokus immer noch im wesentlichen auf Unterhaltung und mMn ist das auch gut so.

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