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Ergebnis 3.601 bis 3.612 von 3612
  1. #3601
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Otaku

    Ich war immer schon ein Stubenhocker und hab mich seit jeher lieber mit meinen Lieblingssachen als mit Menschen beschäftigt – somit war vorbestimmt, das ich ein Otaku werde *lach* Wenn ich es mir recht überlege, war ich schon ein Otaku, noch bevor ich wußte, was das ist ^^ An dieser Doku liebe ich die Themenvielfalt (Militär, Spiele, Cosplayer, Modellflugzeuge, Dōjinshi, Bondage, Idols) und das sie nicht nur das zeigt, von dem ich Fan bin. Sie zeigt ferner wie Japaner ticken, wie sie verehren und Leidenschaften ausüben. Der fast 3-stündige Film ist eine Offenbarung und begeistert auf ganzer Linie, während man dem Otakismus auf den Grund geht. Als ich sie dazumal zum ersten Mal sah fand ich mich sogleich darin wieder.

    Vorher kannte ich ja nur mich und wie ich mich meinen Sammlungen voller Inbrunst widmete. Plötzlich waren da noch andere und ich war fasziniert und zugleich elektrisiert. Manche wissen bis ins Erwachsenenalter nicht was zu ihnen paßt, seit dem Game Boy, speziell mit Erscheinen von »Resident Evil«, wußte ich, was meinem Leben gefehlt hat. Zu wissen, was man von ganzem Herzen will, das ist für mich Otakismus. Daraus resultiert Glück. Wichtigeres gibt es nicht. Ich nenne dieses Werk eine „filmische Bibel“, alles was man mir hier präsentiert bete ich runter, denn danach wird gestrebt und gelebt. »Otaku« ist die beste Dokumentation überhaupt, und wenn ich sie sehe, fühle ich mich jedes Mal aufs Neue wie Zuhause ^-^


    10/10

  2. #3602
    Mitglied Avatar von franque
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    La Ragazza Che Sapeva Troppo aka The Girl Who Knew Too Much, Italien 1963, Regie: Mario Bava


    Was ursprünglich als komödiantische Hitchcock-Hommage* gedacht war (s. Titel), wurde auf Bavas Intervention hin zum Ursprung eines ganzen, epochalen Genres, nämlich des Giallo. Weniger bekannt als Bavas "Sei Donne Per L'Assassino" ("Blood And Black Lace"/"Blutige Seide"), ist dieses ein Jahr vorher entstandene Werk der wahre Prototyp des (Sub-)Genres, incl. extrem stylisher Inszenierung und etlicher der später zum Standard gehörenden Plot-Komponenten. Das Ergebnis hebt sich damit ganz gewaltig von den damaligen deutschen Edgar-Wallace-Krimis ab, obwohl diese indirekt vermutlich ein gewisser Einfluss waren.

    In seinem letzten Schwarzweiß-Film präsentiert Bava (der auch wieder die Kamera macht) erneut eine traumhaft brillante Optik. Siehe hier natürlich auch den phänomenalen "gothischen" Look seines offiziellen Regie-Debüts "La Maschera Del Demonio" ("Die Stunde, wenn Dracula kommt", 1960), ein ernster Anwärter auf den Titel "schönstphotographierter S/W-Film jemals". Drei Jahre vor "Maschera" machte er schon Kamera und Co-Regie bei dem ebenfalls sehr wiederentdeckenswerten "I Vampiri" ("Der Vampir von Notre Dame", begonnen von Riccardo Freda), der 1957 der erste moderne italienische Horrorfilm überhaupt wurde.** Zwei Pionierleistungen für zutiefst ergiebige Genre der nächsten Jahrzehnte gingen also auf Bavas Konto.

    Ganz ausgesprochen gut gefällt mir in "La Ragazza" auch Leticia Roman, die hier inmitten Bavas Chiaroscuro-Bildkonstruktionen einfach großartig aussieht in ihrem Spagat zwischen "Fräulein in Nöten"-Panik und widerspenstiger Entschlossenheit. Sie erschien leider in nicht allzu viel und das auch nur in den Sixties. Ihr Debüt war das Elvis-Opus "G.I. Blues" (1960, of "Muss i denn zum Städele hinaus" infamy); es folgten u.a. die Titelrolle in dem wenig aufregenden Artur Brauner/Albert Zugsmith/Russ Meyer-Gipfeltreffen "Fanny Hill" (vor vornherein kompromittiert durch deutsches Sittenwächtertum) sowie "Old Surehand" und einige US-Serien-Auftritte, etwa in "Mannix". An ihrer Seite in "La Ragazza": der immer noch drehende Genre-Veteran tausend schöner Exploitation-Stunden John Saxon und die in diesem Jahr verstorbene Valentina Cortese (Truffauts "Die amerikanische Nacht" z.B.). Enthalten sind alle drei genannten Werke des Meisters in der "Macabre Visions"-Box von Arrow. Neben noch so vielem anderen... *wasserimmundzusammenlauf*







    *Die US-Version ("The Evil Eye") enhält noch einige entsprechende Szenen; es sieht dort mehr nach etwas "Charade"-haftem aus, mit Saxon als Mastroianni-Parodie.

    **nach zig Jahrzehnten Horrorverbot in Italien; etwas vage dem Genre Zuzurechnendes gab es dort vorher nur im Stummfilm, etwa den einen LSD-Trip ersetzenden "L'Inferno" nach Dante)
    Geändert von franque (18.11.2019 um 16:48 Uhr)

  3. #3603
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Manga – The Drawn Japan

    Eine Trauerfeier für Toru Rikiishi (eine Manga-Figur, die im Boxring gewann und neben dem Ring starb) auf die Beine zu stellen und an der unzählige Leute – Erwachsene wie Kinder – teilnehmen, ist total cool. Sowas wie dieses Ereignis im Jahre 1970 gibt es heute sicher nicht mehr. Es wäre nicht meine Serie und ganz sicher wäre es der falsche Charakter, doch lasse ich mich gerne mitreißen und selbst mich hat das bewegt. In dieser Doku dreht sich alles um Manga und nur darum. Man geht immer so vor, das ein Thema angestoßen wird – wie z.B. Essen, Frauen oder Jugend – welches dann mit Manga verknüpft wird. Dabei kommen u.a. Mangakas zu Wort und der Blick hinter die Kulissen der Manga- und Animeszene war ebenfalls sehr interessant. Negativ wäre, das sie nur an der Oberfläche kratzt. Sie ist mit 64 Minuten viel zu kurz, aber ganz gut und wissenswert. Besonderes Prunkstück dieser Dokumentation war definitiv das Archivmaterial, welches nicht nur die Trauerfeier zeigte, sondern auch Osamu Tezuka bei der Arbeit. Schade, das es die Lady’s Comics nicht bei uns gibt. Echt schade.

  4. #3604
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Golden Winter

    Mir sagte sofort die weihnachtlich-verspielte Musik zu, die mich im Hauptmenü begrüßte, und sowieso die 5 Welpen im Film, die mit ihrer Mutter in einem Haus zurückgelassen werden, welches zwangsversteigert wird. Es sind im Grunde immer dieselben Zutaten, die ich in Hundefilmen oft zu sehen kriege: Eine Familie, zwei Gauner und Hunde, die sich was einfallen lassen, wie man den frechen Dieben das Handwerk legt. Fand das auch hier toll, nur die Jugendbande, allen voran Anführer Jimmy, zum Teil auch Oliver, waren überhaupt nicht mein Fall.

  5. #3605
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    Die Dackel sind los (Wiener Dog Nationals)

    Bridget mochte ich gleich, sie ist so cool und energiegeladen und der neue Hund der Familie, Dackel Shelly, steht ihr in nichts nach *lach* Familie Jack adoptiert Shelly und entdeckt ihr Talent, was Ms. Merryweather gar nicht paßt. Denn Shelly ist ein Nachkomme von Lightning, dem 6-fachen Gewinner der Dackel-Meisterschaften und ehemals schnellsten Dackel der Welt. Auch wenn ihr Auftreten witzig ist, mit Ms. Merryweather ist nicht zu spaßen. Schnell fiel mir auf, das nicht nur ich jemanden mag: Phil mag Melanie, Teresa mag Danny, Handshake mag Shelly, Ms. Merryweather mag Regeln, und Dirk, der komische Vogel, mag sein patentiertes Muskelspray *lach* Wirklich schön – eine vergnügliche und tierisch gute Komödie.


    7/10

  6. #3606
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Sicario 2

    Einfach bombastisch die unheimliche Musik und das bereits zu Beginn. Hat mich richtig gefangen genommen. Agent Gravers Unterredung mit den hochrangigen Herrschaften war super, auch das er keine Skrupel hatte. Isabels erster Auftritt fand ich super und ihre rechte hat sie gekonnt eingesetzt *lach* Was es mit diesem Jungen auf sich hatte, wollte ich wissen, denn das superbe wurde ständig wegen dem unterbrochen. Ich konnte mir nicht erklären, wie der in die Geschichte reinpassen soll und fand den kleinen Möchtegern-Schmuggler nur nervig.

    Als Alejandro erschossen und Isabel ihm weggenommen wird, da spürte ich es überdeutlich, hier bricht der Film nicht nur ein, er wurde sogar schlecht. Ich konnte es nicht fassen, ein guter Thriller will schlecht sein. Und damit war ich komplett raus. Meine Gedanken kreisten bloß noch um Isabel und ob Alejandro sie wieder zurückholt. Immerzu wollte ich wissen, was er jetzt unternimmt, sie war wichtiger als er, Graver oder deren Beweggründe. Nicht mal das Ende konnte was dran ändern, das ich das Interesse verloren hatte. Der Schock saß zu tief.

  7. #3607
    Mitglied Avatar von Shima
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    Border (2018/Schweden)

    Der Film wird grösstenteils gehypt im Netz, leider kann ich das nur bedingt nachvollziehen...

    Spoiler folgen!

    Die Geschichte beginnt mit einer Frau die eine besondere Fähigkeit hat: ihr Geruchsinn.
    Der verrät ihr u.a. die Gefühle ihrer Mitmenschen - was sich immer wieder als hilfreich bei ihrer Arbeit als Zollbeamtin erweist.

    Eines Tages kommt man dadurch sogar einem Fall von Kinderpornographie auf die Spur und die Dame wird von der Polizei engagiert um mit ihrem Geruchssinn die übrigen Täter ausfindig zu machen.

    Parallel erfährt man noch einiges aus ihrem privaten Leben, da sie optisch/körperlich eher entstellt wirkt hatte sie es nie leicht im Leben und fühlte sich deplaziert in der Gesellschaft, ihr Lebensgefährte ist kein sympathischer Mensch und nimmt sie nicht ernst... Akzeptanz findet sie erst in einem mysteriösen Mann der ähnlich anders aussieht und ein noch übleres Leben (einschließlich Missbrauch) hatte.

    Während die Ermittlungen wegen der Pornographie laufen kommen sich diese Beiden näher und haben u.a. hemmungslosen Sex - in dieser Szene wird deutlich das beide unabhängig von ihrem äußerlich wirkenden Geschlecht körperlich anders aufgebaut sind (Sie ist mit einem ... ausgestattet, er mit einer...).

    Die Beiden scheinen ein perfektes Paar zu sein das sich völlig verstanden und neu entdeckt fühlen kann - und sie entpuppen sich als Trolle, was manche Besonderheit ihrer Selbst erklärt.

    Allerdings stellt sich bald heraus das Er der "Lieferant" für den Kinderpornographie-Ring ist.

    Er hat die Fähigkeit so etwas wie "Wechselbälger" zu gebären (im Film werden diese als unfertige nichts spürende, Babys ähnelnde, aber bald sterbende Lebewesen bezeichnet) welche er mit "echten" Menschenbabys tauscht. Das Wechselbalg stirbt immer kurz darauf bei der Menschenfamilie so das keiner bemerkt das das eigene Kind gestohlen wurde und die gestohlenen Menschenkinder sind dann längst verkauft ...
    Er rechtfertigt es damit das er sein Leben lang schlecht behandelt wurde bzw. Menschen ohnehin alle schlecht sind und es nicht anders verdienen.

    Sie will es anfangs nicht wahrhaben was er tut, liefert ihn aber später doch der Polizei aus obwohl sie den Menschen auch nur noch zwiespältig gegenüber steht - spätestens als sie erfährt das sie unter dubiosen Umständen adoptiert wurde da ihre Troll-Eltern in einer Anstalt nach Experimenten? gestorben sind.
    Am Ende kann er entkommen und sie zieht alleine ihr gemeinsames Troll-Baby auf...

    Was soll ich sagen, ich habe Verständnis für eine Geschichte die mir vermitteln will wie Menschen die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden leiden, das sie dadurch vielleicht auch im Zwiespalt geraten und möglicherweise aus der Opferrolle ausbrechen und selbst auf Abwege geraten. Ich glaube auch zu erkennen das man hier geschlechtsbezogene Themen unterbringen und u.a. für mehr Offenheit werben wollte...was ich leider gar nicht nachvollziehen kann wie man ausgerechnet mit Kinderpornographie eine missverstandene Figur klischeehaft dann doch wieder belastet.
    Was auch immer man vermitteln wollte, spätestens ab dem Punkt war das für mich alles dahin.

    Was ich dem Film zugesteht kann sind interessante Ansätze, Figuren die in keinster Weise schön wirken in den Mittelpunkt zu setzen, das Spiel mit den Geschlechtern und als reine düstere Erzählung einer Fantasiefigur...rückblickend aber kein Film für mich den ich hätte sehen müssen.

    "Eat and sleep under my roof, and create erotic paintings for me."
    Yoon Seungho - "Painter of the Night" (Manhwa by Byeonduck)

  8. #3608
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Wacko

    Inspektor Harbinger ist ne (verdammt) coole Socke, die kaputte Art gefällt total, ebenso wie seine Besessenheit, erfundenen Geschichten und wenn er Wörter durcheinander bringt. Der war schon toll. Doch Dr. Denton stiehlt ihm fast die Schau, dabei hat der nur einen Kurzauftritt. Jeder Satz aus seinem Munde ist urkomisch und vier davon werde ich wohl nie wieder vergessen können ^^ Ständig passiert durchgeknalltes Zeug, manchmal sogar gleichzeitig, in derselben Szene. Jene Parodien waren jetzt nicht meine Highlights, denn alle blödeln nur so rum, wirklich lachen konnte ich hauptsächlich beim abgewrackten Harbinger sowie beim Psychoanalytiker Denton. Der Unterhaltungswert der 80er-Jahre Filmparodie ist dennoch hoch.

  9. #3609
    Mitglied Avatar von D. Menz
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    Der Leuchtturm (USA, 2019)

    (in gut sortierten Münzkinos zu finden)

    Einer der besten (aktuellen) Filme den ich die letzten Jahre gesehen habe. Im klassischen Stil eines 2-Personen Kammerspiels gehalten (+ Meerjungfrau), driften die beiden Protagonisten, bedingt durch Einsamkeit und Fusel, immer mehr in den Wahn ab. Die Grenze zwischen Wirklichkeit und Einbildung verschwimmt und endet schließlich in einem bitterbösen Finale.
    Vor allem Willem Dafoe als Mischung aus Captain Ahab und Klabautermann weiss zu überzeugen. Als Schauplatz sorgt eine einsame Insel an der Atlantikküste für das nötige Ambiente.
    Das Ende wird in bester Tradition einer Gothic Novel offen gelassen.


  10. #3610
    Mitglied Avatar von Dekaranger
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    Ich schaue nur selten Filme und wenn dann auch noch nur selten bis zum Ende, da sie mich sehr oft langweilen. Aber Vertigo - Aus dem Reich der Toten, wow was für ein Film. Und die beiden Darsteller sind auch der Wahnsinn. Läuft gerade auf den dritten Programmen seit Weihnachten. Ich mag so ruhige Filme ja und dann auch noch mit so einem Spannungsbogen. Das Ende ist besonders fies.
    Soll einer der besten Filme aller Zeiten sein. Hmm also ist auf jeden Fall sehr spannend, wenn man ihn zum ersten Mal sieht.
    Tokusō Sentai Dekarenjā - Investigation Squadron Detective Ranger - S.W.A.T. Mode

  11. #3611
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    Den neuen Joker-Film. Würde ihm ne solide 9/10 geben, die Atmosphäre und der Plot sind einfach genial.

  12. #3612
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Wurde heute für 11 Oscars nominiert. Verdient würd' ich sagen!

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