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  1. #3226
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Bis auf wenige Ausnahmen wie Konchalovskys "Runaway Train" und Cassavetes' "Love Streams" hat Cannon eben nur Trash produziert. Das ist ja schön und gut, und gerade Cannon ist bei mir als Guilty-Pleasure-Lieferant gern gesehen ("Invasion USA" ), aber ansonsten liegen die Fakten nun mal auf dem Tisch.
    Das "haben" die Regisseure etc.
    Fakten? Fakt ist, das keiner derer, die das Maul aufgerissen haben, selbst einen Film zustande brachten, wo sie die Verantwortung tragen mußten, welcher auch heute noch im Gespräch geblieben ist. Sollen sie es doch besser machen. Selbst wenn sie wollten, könnten sie nicht, weil sie es nach den Regeln machen würden. Doch bei Cannon wurden Filme im Guerilla-Style produziert. Man sprach ja davon, wie die beiden die Hollywood-Regeln bewußt ignoriert haben – genau deswegen werde ich die Cannon-Filme jetzt noch mehr zu schätzen wissen, nachdem ich weiß, mit wieviel Schweiß, Blut und noch weniger Geld sie entstanden sind. Wahre Klassiker – manchmal war nicht mal ein Drehbuch vorhanden und es ging schon ans Drehen. Genial ^^ Auf der »Nur noch 60 Sekunden«-DVD ist ein Featurette drauf, wo Jerry Bruckheimer preisgibt, wie Filme in Hollywood zustande kommen.

    Unglaublich. Es dauert manchmal Jahre bis allein ein Drehbuch fertig ist und der ganze Prozeß danach, nochmal Jahre. Selbst dann ist nicht sicher, das die Filme auch Erfolg versprechen. Die zwei Cannon-Filmemacher haben das Prozedere einfach übersprungen. Zudem muß ich anmerken, das ich vor dieser sogenannten „Doku“ bereits wußte, das die Bosse großer Filmstudios keine Ahnung von Film oder irgendetwas haben, was damit zusammenhängt (da war ja auch einer von MGM da, den zähle ich dazu).

    Von wem wird nochmal »Bloodsport« herausgebracht oder die ganzen anderen Cannon-Filme? Aasgeier. Was ich bei Golan und Globus nicht sagen kann, denn die waren wirklich verrückt nach Film – im positiven Sinn – und hatten zumindest das Gespür, wie man Filme verwirklicht. Ohne auf den Preis zu schauen. Hätten sie das nämlich gemacht, gäbe es so viele gute filmische Meisterwerke nicht. Das möchte ich mir gar net vorstellen. Die Filmlandschaft wäre um so viel ärmer. Und die anderen könnten nicht davon profitieren, wie sie es jetzt tun.

    Und jetzt sagen wir alle voller Inbrunst: „DANKE, CANNON!“
    Geändert von Filmfreak (19.12.2017 um 15:13 Uhr) Grund: Ich meinte natürlich MGM ^^

  2. #3227
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    Zitat Zitat von Filmfreak Beitrag anzeigen
    Doch bei Cannon wurden Filme im Guerilla-Style produziert. Man sprach ja davon, wie die beiden die Hollywood-Regeln bewußt ignoriert haben – genau deswegen werde ich die Cannon-Filme jetzt noch mehr zu schätzen wissen, nachdem ich weiß, mit wieviel Schweiß, Blut und noch weniger Geld sie entstanden sind. Wahre Klassiker – manchmal war nicht mal ein Drehbuch vorhanden und es ging schon ans Drehen. Genial ^^ kommen.
    Sagt dir der Name Roger Corman etwas?

    Zudem muß ich anmerken, das ich vor dieser sogenannten „Doku“ bereits wußte, das die Bosse großer Filmstudios keine Ahnung von Film oder irgendetwas haben, was damit zusammenhängt
    David O. Selznick, Irving G. Thalberg, Darryl F. Zanuck, Jack Warner, United Artists, in den 80ern deren abgesprungener Teil Orion, heute Scott Rudin, Dreamworks (Spielberg/Katzenberg/Geffen) und ja, auch Miramax und deren faktischer Nachfolger, die Weinstein Company... nee, die hatten alle tatsächlich keine Ahnung.

    Wer mal wirklich keine Ahnung hatte, das war Howard Hughes bei RKO, der alles vor die Wand fuhr, da hast du recht.

    Fakt ist, das keiner derer, die das Maul aufgerissen haben, selbst einen Film zustande brachten, wo sie die Verantwortung tragen mußten, welcher auch heute noch im Gespräch geblieben ist.
    Ähm, Sylvester Stallone? "Over The Top" zählte jetzt glaub ich nicht zu seinen erlesensten Werken.
    Geändert von franque (18.12.2017 um 14:18 Uhr) Grund: Howard hughes, Dreamworks

  3. #3228
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    Nur noch 60 Sekunden (Director’s Cut)

    Memphis fand ich cool, weil er sich mit Autos auskennt und ihm hierzu keiner was weiß machen kann, weil er wegen seines Bruders zurückkommt und weil er mit Sway rumknutscht ^^ Ich denke, als ich mir »Nur noch 60 Sekunden« damals ansah, hat mich das mit den Autos fasziniert, obwohl ich selbst noch nie was mit ihnen anfangen konnte. Doch seit »Fast & Furious« in mein Leben gerauscht ist und jene Filmreihe mich aus den Socken gehauen hat, kann mich dieser Film nicht mehr vom Hocker hauen. Lustig war in jedem Fall die asiatische Fahrschülerin – nicht nur ihr Fahrstil ist gemeingefährlich, auch ihr Heulton gehört verboten *lach*

  4. #3229
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Sagt dir der Name Roger Corman etwas?
    Der Name sagt mir was, ja. Hat er auch improvisiert....
    .... weil einer seiner Drehbücher so grottig war, das man damit nichts anfangen konnte? ^^

    David O. Selznick, Irving G. Thalberg, Darryl F. Zanuck, Jack Warner, United Artists, in den 80ern deren abgesprungener Teil Orion, heute Scott Rudin, und ja, auch Miramax und deren faktischer Nachfolger, die Weinstein Company... nee, die hatten alle tatsächlich keine Ahnung.
    Jedenfalls meine ich, das welcher Verantwortliche auch immer, der bei Film und Serien was zu entscheiden hat, meist null Ahnung hat und noch weniger Fingerspitzengefühl vorweisen kann. Wenn ich in Featurettes sah oder irgendwo las, wie die, die was zu sagen haben, den falschen Weg wählten, dann komme ich heute noch aus dem Staunen nicht raus. Budgets gekürzt, damit Serien sich nicht entwickeln konnten, ein anderes Unternehmen war der Meinung, das Deutschland gewisse animierte Filme eines Studios nicht bekommen sollte und ich diese Firma seitdem, so gut es geht, meide. Ich brauche mir desweiteren nur anzuschauen, was die für Drehbücher ablehnen, Finanzierungen verweigern, TV-Serien absetzen oder DVDs rausbringen, wo man sich seinen Teil am besten denkt.

    Oder, das ist auch gut, wenn ein Sender eine Serie in die Tonne tritt, obwohl diese Serie sie erst groß gemacht hat. Wer immer es ist, der die Entscheidung fällt, zu 99% ist sie falsch. Niemand dort hat ne Ahnung – so sehe ich das zumindest – die haben ne Registrierkasse, wo das Herz sein müßte. Was Filme angeht, haben die Cannon-Filmemacher alles richtig gemacht. Filme rausbringen im Sekundentakt, außerdem waren sie mir genau deswegen sympathisch und bleiben mir deshalb in guter Erinnerung (und ich kannte die zwei vorher nicht mal) ^-^ Heute würden sie Serien im Sekundentakt raushauen und die TV-Landschaft damit verändern. Leider ist die Cannon-Zeit bereits zuende ^^ Positiv ist nur, das die „Doku“ mir zeigte, was Cannon-Macher alles taten, um Filme drehen zu können.

    Mit Weinstein willst Du mir jetzt nicht wirklich kommen, oder? Wenn ich Weinstein höre, dann denke ich an einen notgeilen Hund, der seinen Schniedel in jedes Loch reinstecken wollte – und sei es in einen Baum, sofern dort ein Loch sein sollte. Und daheim wartete eine Frau. Auch da hatte Cannon ihnen was voraus, denn ihnen war Film viel wichtiger.

    Ähm, Sylvester Stallone? "Over The Top" zählte jetzt glaub ich nicht zu seinen erlesensten Werken.
    Er war aber nicht zu sehen, hat somit auch nicht das Maul aufgerissen und zählt nicht dazu.

    Hat er Regie geführt? Oder ihn produziert? Nein. Dann gilt das sowieso nicht.

    Wie dem auch sei: Den Film mochte ich schon immer.

    Nochmal zu den „Fakten“: Es gab keine. Mir kamen sie teilweise wie Behauptungen vor – einmal wo sie sich gegenseitig überbieten, wie viele Filme Cannon pro Jahr raushaute (nicht gerade glaubhaft), oder die angepisste Schauspielerin, die sich beklagte und die Cassette vor der Kamera anzünden wollte. Also erstens: Woher wissen wir, das sie die Wahrheit sagt? Vielleicht gab es kreative Differenzen und sie schied aus. Und dann die Cassette. Wenn tatsächlich alles so schlecht war, wieso behält sie sie dann und verkauft sie nicht? Hätte man längst gute Kohle mit machen können. Will man sowas behalten, wenn man ausschließlich schlechte Erinnerungen damit hatte? Die Leutchen, der Abschaum, wie ich sie nenne, die bei Cannon gearbeitet haben und sich heute lachend über sie auslassen, kann man nicht wirklich für voll nehmen.

    Ich meine, die haben dort gearbeitet und jetzt beschweren sie sich? Hätten sie etwas stolz besessen, hätten sie hier nicht mitgemacht. Das einzige, was man Golan und Globus vorwerfen kann, ist, das sie ehrlich waren, ja, sie haben mit sich und ihren „alternativen“ Methoden regelrecht geworben (dazu gab es Fakten, denn die Fernsehbeiträge sprechen für sich). Und das nimmt man ihnen, wie man hier bestens sehen konnte, heute noch übel. Ehrlichkeit ist schon echt schlimm *lach* »Electric Boogaloo« ist keine Doku, es ist ein unterirdisches Machwerk, welches nur einem Zweck diente: Cannon und die Macher dahinter schlecht zu machen. Eine echte Doku besäße vor allem Herz und würde nicht nur nicht mit einer negativen Einstellung an die Sache gehen, sondern ebenso Gutes wie Schlechtes präsentieren. Aber die haben an gar nichts ein gutes Haar gelassen.

  5. #3230
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    Bob, der Streuner

    Bob ist sehr anhänglich für ne Katze und sehr fotogen und Bob ist hier eindeutig der Star. Wer war nochmal James? *lach* Das die zwei immer noch unzertrennlich sind und nun ein eigenes Häuschen haben, gefällt mir und ist zwar schön, aber was ist mit Betty? Ist da nichts draus geworden? Jetzt, da er reich ist, lohnt es sich, sich bei ihm einzuschleimen ^_- Und Bob kennt sie ja bereits und hätte bestimmt nichts dagegen, wenn sie die Familie komplettiert.


    8/10

  6. #3231
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von Filmfreak Beitrag anzeigen
    Der Name sagt mir was, ja. Hat er auch improvisiert....
    .... weil einer seiner Drehbücher so grottig war, das man damit nichts anfangen konnte? ^^
    Er ist der Urahn des "Guerrilla"-Filmmaking und hat in den 50ern und 60ern - im B-Film wohlgemerkt - einiges von Substanz gedreht (die Edgar-Allan-Poe-Reihe z.B.) und war Lehrmeister und Förderer von Leuten wie Coppola, Scorsese, Bogdanovich, Jack Nicholson und vielen anderen. Seine spätere eigene Firma New World dürfte das Vorbild für Cannon gewesen sein.


    Mit Weinstein willst Du mir jetzt nicht wirklich kommen, oder? Wenn ich Weinstein höre, dann denke ich an einen notgeilen Hund, der seinen Schniedel in jedes Loch reinstecken wollte – und sei es in einen Baum, sofern dort ein Loch sein sollte. Und daheim wartete eine Frau. Auch da hatte Cannon ihnen was voraus, denn ihnen war Film viel wichtiger.
    Warum sollte ich damit nicht kommen? Miramax und die Weinstein Company haben jede Menge herausragendes Zeug gefördert und produziert (alleine schon alles von Tarantino), zig Oscars einkassiert und dem heute üblichen US-Mainstream permanent etwas entgegen gesetzt. Sollte im Zuge des Skandals die ganze Firma vor die Hunde gehen, dürfte das für das Qualitätslevel des heutigen Hollywood gravierende Auswirkungen haben.

    Er war aber nicht zu sehen, hat somit auch nicht das Maul aufgerissen und zählt nicht dazu. Hat er Regie geführt? Oder ihn produziert? Nein. Dann gilt das sowieso nicht.
    Seine Probleme mit "Over The Top" wurden erwähnt und er kommt in der anderen Cannon-Doku zu Wort. Er hat etliche Male Regie geführt, Drehbücher geschrieben und ist manchmal auch Produzent.

    Was Fakten angeht: Die Trailer-Strecke (war zumindest auf der Blu-Ray enthalten) spricht für sich.

    Noch was: Ich gebe ja zu, dass Golan & Globus mit Herzblut bei der Sache waren, aber das führte bekanntlich zu immer mehr Chaos, s. auch die Doku. Den "Superman"-Film hatten sie soweit runtergespart, dass er zur Trash-Orgie wurde. Bei "Captain America" ging gleich ganz das Geld aus. Mit Jean-Luc Godard hatten sie einen Vertrag im Restaurant auf einer Serviette unterzeichnet; der lieferte ihnen dann den unansehbar wirren "King Lear" ab (was wahrscheinlich von Godard absichtlich als "Strafe" dafür gedacht war, nach dem Motto "wenn die so blöd sind").
    Geändert von franque (20.12.2017 um 20:01 Uhr) Grund: letzter Absatz

  7. #3232
    Mitglied Avatar von Junior Woodchuck
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    Baby Driver (2017)

    Regie:
    Edgar Wright

    Schauspieler:

    Ansel Elgort, Lily James, Jamie Foxx, Jon Hamm, Kevin Spacey,...

    Die Story dreht sich um Baby, einen jungen Fluchtfahrer für Gangster, der viel Musik hört und Schulden abbezahlen muss und deshalb in einer Zwickmühle sitzt, aber eigentlich nur mit seiner neuen Freundin und Musik im Auto über die Straßen düsen will...
    Ich finde den Film von Anfang bis Ende sehr gelungen. Wie die Szenen der Musik angepasst wurden ist super, besonders am Anfang, später ist es dann nicht mehr ganz so auffallend, aber die Musik in dem Film ist generell sehr gut ausgewählt.
    Die Verfolgungsjagden sind toll gefilmt und die Schauspieler passen wunderbar.
    Also, mir gefällt er sehr gut, es geht ziemlich brutal zu aber hat auch einige witzige Szenen. Top Film.
    A Woodchuck Has Style And Substance, Lives With Intention, Takes Risks And Enjoys The Simple Things

  8. #3233
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Dirty Office Party

    Meine Überraschung war groß, da ich dachte, dies wäre eine ganz normale und versaute Büroparty. Aber nein, es ist eine Weihnachtsfeier, also ein Weihnachtsfilm. Paßt ja richtig ^^ Carol ist nicht gerade nett zu dem Mädchen im Wartebereich am Flughafen, und ruft sogar bei Santa an, um die Kleine einzuschüchtern. Und wie sie sich bei ihr verabschiedet, ganz böse und ganz große Klasse. Jennifer Aniston spielt die spießige und gemeine Carol brillant – auch toll ist, wenn sie voll drauf ist oder ihre Kampfkunst einsetzt. Die Party an sich war ziemlich dufte, obwohl sie unspektakular anfängt. Ab dem Party-Höhepunkt, wenn die Kamera die Feiernden von außen einfängt, wird es immer besser, denn dann verlagert sich das Geschehen langsam nach draußen. Ich wollte es erst nicht glauben, als ich las, das Jennifers Rolle spießig sein soll. Gerade bei einem Dirty-Film wäre dies mehr als fahrlässig. Doch das, was sie hier zeigt, ist für mich das Highlight schlechthin. Meine Sorge war unbegründet.

  9. #3234
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Trabbi goes to Hollywood


    Die Amis schaffen es nicht, das die Komödie zündet, es fehlt ihr einfach an Drive inform eines komödiantischen Schwergewichts wie Mike Krüger, damit der Film endlich in die Gänge kommt. Immer wenn man denkt, jetzt könnte es was werden, da geht es nie darüber hinaus. Ja, Gunther freundet sich mit Max und anderen gefährlichen Typen an, wohnt bei der hübschen Ricki und spielt „Super Mario Bros. 3“, aber leider ist dies alles nicht so unterhaltsam wie ich es von deutschen Komödien gewohnt bin, die sich nicht mit einem Schmunzeln begnügen, sondern mich so lange kitzeln, bis ich nicht mehr kann als loszuprusten. Das habe ich hier vermisst. Ich wollte gern Lachen und mich amüsieren, doch es war mir nicht vergönnt. Otto in Amerika war lustig, wo er u.a. auf Steffi Graf trifft. »Trabbi goes to Hollywood« kommt da nicht mal annähernd ran. Echt schade.
    Geändert von Filmfreak (04.01.2018 um 16:17 Uhr)

  10. #3235
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    Sleepless – Eine tödliche Nacht

    Vincent will seinen Sohn, die Innenrevision (Bryant) will seinen Kopf und die Gangster (allem voran Novak) wollen den Stoff. Las Vegas bei Nacht, dann noch in einem Casinohotel, diese Hotelatmosphäre mag ich eh, und die atemlose Spannung sowie Action, die darin stattfindet, fand ich wirklich gut. Das einzig unschöne war, wie Vincent daherkam. Ich muß ehrlich sagen, das das nicht so toll war. Aber es gehört dazu, denn es ist nicht alles so wie es scheint. Und das ist wiederum positiv. In der gefährlichen wie düsteren »Sleepless«-Welt gibt‘s nur kurze Pausen zum Verschnaufen und sammeln, denn wenn Novak auf der Bildfläche erscheint, welcher ungeduldig und sadistisch obendrein ist, wird die Meßlatte neu angesetzt ^^ Guter Cop-Thriller, dessen Ende den Weg für einen 2. Teil bereitet. Gar nicht mal so schlecht, das man sich das offen läßt. Hat mich letztendlich doch überzeugt.

  11. #3236
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    Codename: The Cleaner

    Nette Spionage-Komödie um einen Cleaner, der in einem Hotelzimmer aufwacht und nicht weiß, wer er ist. Die Leiche neben ihm und der Koffer randvoll mit Geld sind noch sein geringstes Problem. Witziger und kurzweiliger Film, weil Jake plötzlich zwei Frauen an der Backe hat und Lucy Liu (Gina) ist eine von ihnen. Nicollette Sheridan als Diane ist aber auch net zu verachten, ich wußte doch, das ich sie aus der Fernsehserie »Unter der Sonne Kaliforniens« kenne. Doch wer ist hier jetzt der Spion? Dies herauszufinden war zudem reizvoll.

    Bei dem Wörtchen „Cleaner“ habe ich mir ehrlich gesagt etwas anderes darunter vorgestellt ^^

  12. #3237
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von Junior Woodchuck Beitrag anzeigen
    Wie die Szenen der Musik angepasst wurden ist super, besonders am Anfang, später ist es dann nicht mehr ganz so auffallend, aber die Musik in dem Film ist generell sehr gut ausgewählt.
    Ja, der Soundtrack war wirklich sehr originell zusammengestellt, absolut passend und trotzdem gelinde gesagt überraschend. Die normalerweise unerträglichen holländischen Jodel-Progrock-Gestalten Focus mit "Hocus Pocus", Jonathan Richmans "Egyptian Reggae", Jon Spencer Blues Explosion, "Harlem Shuffle", The Damned, "Debora" von Tyrannosaurus Rex (wie sie da noch hießen, nicht T. Rex, wie im Film gesagt ).

    Z.B. "Atomic Blonde" war dagegen sehr viel naheliegender, mit typischem Achtziger-Soundtrack, New Order, George Michael, Clash, Siouxsie & The Banshees, Peter Schilling, Nena, Bowie, A Flock Of Seagulls.

    Interessant war letztens auch der wie AB in den 80ern spielende "20th Century Women", mit Devo, Black Flag (gute alte SST-Platte war ausführlich auf dem Plattenteller zu bewundern), Talking Heads, Germs, Suicide, Raincoats und zudem einem tollen OST von Roger Neill.

  13. #3238




    Loving Vincent

    Nachdem gestern mein Actionpegel durch Deadpool (den fand ich gar nicht mal so gut) und John Wick (da war ich sehr positiv überrascht) befriedigt wurde, habe ich mir heute mal eine biografische Augenweide gegönnt: Loving Vincent. Der Film ist komplett gemalt in Orientierung an van Goghs Bildern. Dies ist möglich, da er ja wirklich alles gemalt zu haben scheint, was ihm über den Weg lief, sodass auch viele Menschen, die mit ihm in Kontakt standen als Zeugen im Film auftauchen (und mit Schauspielern gemischt worden sind).
    Plottechnisch geht es um van Goghs rätselhaften Tod, was auch sehr interessant ist, aber keinen fesselnden Spannungsbogen bietet. Also sollte man sich schon für den Künstler interessieren.

    Sehenswert ist der Film aufgrund seiner Animation mit passender Musik auf jeden Fall.

    Übrigens habe ich den Film auf deutsch in einem sehr vollen Kinosaal geguckt. Das Publikum war überdurchschnittlich betagt. Das dürfte die Zielgruppe dann widerspiegeln. Als Trailer liefen lediglich (auch passend) Die dunkelste Stunde und Hannah.

    Was die nahe Zukunft angeht, interessiere ich mich für Die dunkelste Stunde und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, dann aber jeweils im Originalton.
    Geändert von KlaPhil (03.01.2018 um 01:29 Uhr)

  14. #3239
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    House of Death

    Neun Menschen werden in ein Haus eingesperrt, müssen sich gegenseitig umbringen und nur einer kommt aus dem Spiel lebend raus – der oder die Überlebende spaziert jedoch mit 5 Millionen nachhause. Schnell wird klar, das Hauptaugenmerk des Films liegt nicht auf Action, Gewalt oder Blut, sondern wie diese einzelnen Individuen mit der Situation umgehen. Dialoge, Stille, Musik und eine coole stets in Bewegung befindliche Kamera bestimmt das Geschehen, oder das fand ich auch gut, wenn die Charaktere direkt in die Kamera schauen (wie Lea). Marmor-Gänge ließen mich an die Umbrella Corporation denken und sahen verdammt cool aus. Auch hier gibt es hin und wieder Szenen, wo die Kamera langsam durch die Gänge fährt – das mochte ich ganz besonders. Shona (Rebellin) und Claire (Party-Girl) fetzen sich nicht nur einmal und ich liebe das, denn sie wirken da wie Schwestern. Die junge ist neugierig, während die ältere Privatsphäre fordert *lach* Der Showdown, Mann gegen Frau, packte mich so richtig – ich war natürlich für die Frau und hab sie lauthals angefeuert. Ganz am Anfang kam es mir so ein bißchen wie »House on Haunted Hill« vor, nur das die dort eingeladen wurden, also freiwillig hin sind und nicht entführt wurden. Aber Spiel bleibt Spiel ^^

    Mich hätte jedenfalls noch interessiert, wie der Gamemaster die Leute auswählt.


    7/10

  15. #3240


    Blade Runner 2049 -

    Bereits um zweiten Mal im Kino gesehen. Auch wenn er kleinere Schwächen in der Story aufweist, so besticht er für mich doch vorallem durch seine Bilder und die Welt, die er erschafft. Dazu noch eine Rolle, die Ryan Gosling auf den Leib geschrieben ist. Für solche Filme wurde das Kino gemacht. Tolle Aufnahmen, fette Bilder und bombastischer Soundtrack. Mein Fazit: 5 von 5 Sternen.

  16. #3241
    Für Chris Stuckmann ist Blade Runner 2049 der beste Film des letzten Jahres (hier seine Top 15) - und ich stimme ihm zu. Wirtschaftlich war der Film wohl leider nicht so erfolgreich.

  17. #3242
    Eigentlich habe ich mir ja geschworen keine alten Filme mehr anzuschauen, die sehr auf Effekte setzen. Zu oft war die Enttäuschung groß und ein in Erinnerung guter Film wurde entmystifiziert. Diese eiserne Regel habe ich jetzt allerdings dadurch gebrochen, dass ich mir die restaurierte Fassung von Re-Animator angeschaut habe. Ein toller Film!

    Dieser Film ist einfach zu gut besetzt. Besonders hervorheben möchte ich David Gale in der Rolle als Dr. Carl Hill und Jeffrey Combs als Herbert West. Alleine die Mimik von Gale, als er nur den 'Kopf in der Schale' gespielt hat, einfach famos. Und mit Combs als Konterpart hat er den perfekten Gegenspieler. Es macht einfach Spaß dem zuzuschauen. Die Effekte des Films sind meist simpel gehalten, funktioneren aber auch heute noch. Der Film versprüht noch den Flair eines richtigen Horrorfilms und gerade Gale ist dafür prädestiniert. Dazu noch der tolle Soundtrack, eine Persiflage des Psycho-Themas.

    Re-Animator war einer meiner Lieblingsfilme aus dem Genre und ist es immer noch. Der Film ist einfach herrlich überdreht, alles ist übersteuert und das macht wohl den Reiz aus. Der Film fühlt sich an wie ein klassischer Horrorfilm, obwohl er mehr in die Gore/Splatter Ebene gehört. Viel Blut und Gedärm, aber von der Grundstimmung her eher altmodisch.

    Als Kritikpunkt kann ich nur die deutsche Tonspur anführen. Da wurde anscheinend nichts restauriert. Und die Übersetzung ist auch grenzwertig. Ich habe mir den Film erst mit der deutschen Tonspur angeschaut und dann noch ein zweites mal im Original und erst da machten einige Aussagen Sinn. Trotzdem bekommt der Film von mir 10 von 10 Punkten. Einer der besten Horror/Gore/Splatter Filme der 80er!

  18. #3243
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    ...

    Als Kritikpunkt kann ich nur die deutsche Tonspur anführen. Da wurde anscheinend nichts restauriert. Und die Übersetzung ist auch grenzwertig. Ich habe mir den Film erst mit der deutschen Tonspur angeschaut und dann noch ein zweites mal im Original und erst da machten einige Aussagen Sinn. Trotzdem bekommt der Film von mir 10 von 10 Punkten. Einer der besten Horror/Gore/Splatter Filme der 80er!
    Ganz so schlimm wie bei Lohn der Angst kann die Tonspur aber nicht sein.

  19. #3244
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Was ist an der Tonspur von 'Lohn der Angst' auszusetzen? Neusynchro gefällig, bei der die Atmosphäre und einzigartige Stimme Peter van Eycks verloren geht? Finger weg!
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

  20. #3245
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Zitat Zitat von frank1960 Beitrag anzeigen
    Was ist an der Tonspur von 'Lohn der Angst' auszusetzen? Neusynchro gefällig, bei der die Atmosphäre und einzigartige Stimme Peter van Eycks verloren geht? Finger weg!
    Wäre die Stimme durchgängig präsent, okay, wenn Montand nach dem ersten PP auf einmal mit der Stimme von Stan Laurel spricht geht die Stimmung doch verloren. Gibt halt Dinge, die auf einen Film tödlich wirken.

  21. #3246
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Walter Bluhm stand für die Synchro der früher geschnittenen Szenen nicht zur Verfügung.
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

  22. #3247
    Zitat Zitat von Mayaca Beitrag anzeigen
    Ganz so schlimm wie bei Lohn der Angst kann die Tonspur aber nicht sein.
    Es gibt da schon arge Qualitätsschwankungen. Ich schätze mal, dass die Tonspur aus mehreren Quellen neu zusammengesetzt wurde, anders kann ich es mir nicht erklären. Re-Animator ist vom Index runter und die deutsche Schnittfassung entspricht nun dem originalen Schnitt, der in den USA nicht zur Prüfung vorgelegt worden war. Obwohl? Die Österreicher müssten von Anfang an die Kinofassung gehabt haben, die hatten immer die längsten deutschsprachigen Versionen. Wobei die R-Rated wiederrum länger war als die Kinoversion, da nach dem Schnitt nicht mehr viel Film übrig war und mit verworfenen Szenen aufgefüllt wurde. Würde mich aber wundern, wenn die Österreicher die deutsche Verstümmelung aufgedrückt bekommen hätten. Zombie von Romero war in der österreichischen Fassung gefühlt doppelt so lang, wie die deutsche. Nach all den Schnitten kam man sich da vor, als säße man in einer Dia-Show. ^^

  23. #3248
    Mitglied Avatar von SoulxSilence
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    Gestern The Greatest Showman im Kino angeschaut.
    Was soll ich sagen? Irgendwie hatte ich es mir spektakulärer vorgestellt, stattdessen fällt vieles doch recht flach aus, vor allem die Charaktere. Auch wenn Barnums im Zentrum steht, so hätte ich mehr Tiefe auch für seine Truppe gewünscht. Ich wollte mit ihnen mitfühlen, schon alleine, weil sie die Ausgestoßenen der Gesellschaft sind, aber wie soll das gehen, wenn man kaum was von ihnen erfährt? (ich glaube, selbst dieser Theaterkritiker hatte mehr Persönlichkeit als die Zirkusgruppe)
    Die Liebesgeschichte zwischen Carlyle (Zac Efron) und Anne (Zendaya) war auch ziemlich langweilig. Irgendwie kommt's mir vor, als wollte der Regisseur dem Publikum ein Pärchen vorweisen, dass es in ihrer Zeit schwer hat, aber trotzdem hübsch zum Anschauen sind. Wäre ja auch was gewesen, wenn Efrons Charakter sich in jemand oberflächlich gesehen unattraktives verliebt hätte.
    Die generellen Probleme, die die Zirkusleute (und auch Barnum) haben, kauft man nicht so wirklich ab. Klar, da steht mal ein wütender Mob, der gegen sie demonstriert, aber sonst? (wobei ich eh glaube, dass der Film bloss Unterhaltung sein will ohne gross auf sowas einzugehen)
    Nebenbei gesagt wusste ich ehrlich nicht, dass TGS ein Musicalfilm ist. (ich kannte zwei Lieder vorher schon, dachte aber, die kommen nur in den Trailern vor bzw. im Abspann) Daher hat mich das viele Gesinge doch überrascht und manchmal auch bisschen genervt. (hab das Gefühl, hier wurde mehr gesungen als bei z.B. La La Land) Teilweise war das so random für mich, da hätte man paar Songeinlagen streichen und diese Zeit für was besseres nutzen können. Naja, aber die meisten Lieder mochte ich schon und Hugh Jackman singen zu hören, ist immer wieder nett.

    Meine Wertung: 7/10
    Manga-Wünsche: IS - Otoko demo Onna demo nai sei (!!!) | Boku to Kimi to de Niji ni Naru | Sugars | Hatsu Haru | B Gata H Kei | Rudolf Turkey | Lovely Complex | Sasameki Koto | Bread & Butter | Ad Astra | Gekkan Shojo Nozaki-kun

  24. #3249
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    Der Meisterdieb und seine Schätze

    Carole und Caroline bekommen Briefe vom Notar, weil der Vater gestorben ist. Dort erfahren sie, das sie (Halb-)Schwestern sind. Beide fallen aus allen Wolken, denn beide sind nicht nur von verschiedenen Müttern, sondern auch unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Caroline frei Schnauze spricht und nicht darauf achtet, was sie sagt, ist Carole sogleich bestürzt über die Vulgärsprache ihrer Schwester *lach* Zwei Schwestern, die sich nicht leiden können – das wollte ich sehen, deswegen habe ich mir die DVD zugelegt. Sie holen in der kurzen Zeit, in der sie zusammen sind, praktisch das nach, was ihnen jahrzehntelang vorenthalten wurde und zugleich ist das der Beginn eines Gaunerstücks. Ein Vater und seine zwei erwachsenen Töchter, diese Dynamik wollte ich mir nicht entgehen lassen, schließlich lernen sich die drei ja erst so richtig kennen. Nette und amüsante Komödie, ein Film voll mit Schnee und Kälte, bei dem es einem durch die geballte Weiblichkeit schnell wärmer wird ^-^

  25. #3250
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    Hacksaw Ridge


    Desmond stellt sich gar nicht mal dumm an, so wie er Dorothy angräbt. Er küsst sie, sie watscht ihn – guter Start ^^ Er war einer, der auszog, die Japaner ohne eine einzige Waffe zu bekämpfen. Wenn auch die Amis keine guten Soldaten waren und immer noch sind, Desmond war zumindest ein Guter. Wie von Mel Gibson gewohnt, werden hier keine Kompromisse gemacht und der Krieg in all seiner Härte präsentiert. Zwei Dinge mochte ich ganz besonders: Die Liebesgeschichte, und weil es so anfing, fiel es mir leichter dabei zu bleiben, darüber hinaus gefiel mir, das Desmond für seine Überzeugung einstand – und sich nicht hat verbiegen lassen. Das lange Making-Of fand ich außerdem toll.

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